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14
Jan

Movie Day: Watchmen

Whoa…bei dem habe ich mir auch lange Zeit gelassen – und das nicht, weil er bummelige drei Stunden geht. Meine erste Begegnung mit den Watchmen dürfte Anfang der 90er gewesen sein, als Simon die Comics gelesen hat. Besonders die Figur des Rorschach fand ich damals schon faszinierend.

Der Film selbst wirkte auf mich ein wenig wie „Kick-Ass für Erwachsene“: Ganz normale“ Menschen, die Superhelden spielen. Aber im Vergleich zur humorvoll-abgedrehten Taucheranzug-Prügelei ist Watchmen geradezu verstörend und dystopisch. Hier hat jeder seine Leichen im Keller; die gezeigte Gewalt ist nicht satirisch überzogen, sondern wirkt grausam realistisch (zumindest solange sich nicht Superhelden untereinander beharken).

Für jeden, der etwas für Comics und Superhelden übrig hat, eine klare Empfehlung. Man braucht nur Sitzfleisch…

13
Jan

Movie Day: Shadow Of The Vampire

Diesen Film hatte ich mir schon lange vorgenommen. Neben der faszinierenden Idee, der Nosferatu-Darsteller Max Schreck wäre vielleicht in Wahrheit doch kein Schauspieler, sondern wirklich ein Vampir gewesen, finde ich auch die Besetzung großartig. John Malkovich, Willem Dafoe, Cary Elwes, Eddie Izzard – und Udo Kier.  Das Spiel Dafoes hat ihm für diesen Film nicht nur eine Oscar-Nominierung eingebracht, sondern letztendlich auch die Rolle des Norman Osborn/Green Goblin in Spiderman.

Natürlich hängt ein großer Teil des Films an der irre-unberechenbaren Darstellung von Max Schreck, sehr viel Atmosphäre verdankt Shadow Of The Vampire allerdings auch dem herrlichen Zusammenspiel von Malkovich und Kier, die sich im Laufe des Filmes permanent kleine Streitereien liefern – und zwar, wie es sich gehört, mit breitestem deutschen Akzent.

Etwas irritiert hat mich die Besetzung von Cary Elwes als flamboyanten Kameramann Fritz Arno Wagner, weil ich ihn seit “”Helden in Strumpfhosen” einfach nicht mehr ernstnehmen kann – und das ist fast achtzehn Jahre her. (Achtzehn Jahre! Oh weia! Ich. bin. so. alt.)

Was mich als Lübecker natürlich auch etwas stört: Man hat den Film leider nicht an den originalen Schauplätzen – u. a. Lübeck – gedreht. Das wäre noch die Sahne auf dem Kuchen gewesen.

Ansonsten, wie bereits vorhin erwähnt, großartiger Film, der permanent zwischen satirisch und verstörend hin und her pendelt. Ich kann ihn jedem ernsthaften Cineasten nur empfehlen.

13
Sep

E = mc²

Herrjeh … bannig zwei Monate ist mein letzter Post alt. So geht das natürlich nicht (auch nicht, wenn man meine Hinterlassenschaften in der Urlaubspostkarte mitrechnet).

Doch mein letztes Fotoshooting ist eigentlich der geeignete Aufhänger, um mal wieder in die Blogosphäre einzusteigen. Hintergrund: das Anteils-Pferd (Einstein) zieht um, die Kollegin (Christine) bleibt hier. Also wagt Jochen sich nach Jahren der skeptischen Abstinenz mal wieder in die Nähe eines Pferdes, um ein paar schöne Erinnerungsfotos zu schießen. Wir hatten früher mehrere Unpaarhufer im Garten, aber nachdem mich ein paar Jahre später ein Pony mal ins Knie gezwickt hatte, sah ich die großen Vierbeiner eher mit einer leichten Unentspanntheit.
Ich war überrascht. Nach kurzer Zeit bestand meine einzige Sorge nur noch aus der Furcht davor, vom gerade leicht triefnasigen Einstein vollgeschnoddert zu werden. Und wie man den Fotos entnehmen kann, ist er nicht wirklich klein.

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Wenn Wetter und Zeit mitspielen, gibt es in Kürze noch einen kleinen Nachschlag mit “richtigem Reiten”.

04
Jul

It was a hot summer night and the beach was burning…

Angesichts der aktuellen Hitzewelle kann man eigentlich nur apathisch darauf warten, dass endlich der Strandurlaub in Sicht kommt.
Und dazu gehören für mich ein paar Filme, die das Blau des Meeres und die brennende Sonne mit Abstand am glaubhaftesten vermitteln.

Allen voran der Film, ohne dessen jährliche Verköstigung ich gar nicht in den Urlaub starten kann. Weitere Erklärungen unnötig:

Der weiße Hai (Jaws), 1975

Pflichtprogramm für jeden angehenden Segler, mit einer noch naturbelassenen Nicole Kidman, einem wie immer bestechenden Sam Neill und einem intensiven Billy Zane:

Todesstille (Dead Clam Calm), 1989

Und last but not least der vielgescholtene, aber optisch sehr eindrucksvolle “Edsel der Filmgeschichte”. Großartig daran vor allem die Intensität der Farben, der Trimaran und eine ans Absurde grenzende Performance des großen Dennis Hopper:

Waterworld, 1995

06
Mai

Yee-Ha! Ab Juli gibts Top Gear…

Yee-Ha! Ab Juli gibts Top Gear auf Kabel 1…im O-Ton mit Untertiteln!

03
Mai

Maße, die auch RTL-Zuschauer …

Maße, die auch RTL-Zuschauer verstehen:”Der Ölteppich ist jetzt ungefähr 3 mal so groß wie Mallorca.”

09
Apr

Der W124-Newsletter

Es begann mit einer einfachen Mail, an die zwei Fotos angehängt waren…

Moin!
Die gewohnt natürliche Gelassenheit eines Mercedes-Benz W124 lässt den Fahrer das hektische Verkehrstreiben um ihn herum nur am Rande Wahrnehmen und hält ihn souverän auf Abstand. Deshalb findet der folgende Werbeslogan von Mercedes durchaus seine Berechtigung!
Vergrößern Sie Ihren Sicherheitsabstand schon beim Autokauf.
Motiv: E-Klasse-T-Modell der Baureihe 124,
Anzeige Springer & Jacoby, 1993
Gruß
Pivko

Oh oh, gabs da an der Front Knirschi knirschi???
Aber schick isser ja!
Glückwunsch an den Benz-Fahrer!
P.S. Bitte nicht nur den Sicherheitsabstand halten, auch das Rechtsfahrgebot beachten! Die linke Spur ist ja grundsätzlich für sportliche BMW-Fahrer reserviert!
Gruß, Opa

Moin,
bei der Ablichtung des Mercedes-Benz handelt es sich nicht um ein Unfallfahrzeug. Dieser fälschliche Eindruck ist auf die schlechte Aufnahmequalität der Kamera zurückzuführen.
Des Weiteren sind diese Unkenrufe aus dem BMW-Lager, von denen ein Großteil der Zugehörigen den eigenen Wagen schon so geknirscht haben, dass das Fahrzeug bis zur B-Säule Falten schmeißt, mehr als fraglich. Auch lassen die Schadensbilder an Automobilen aus dem Hause BMW vermuten, dass es sich entweder um äußerst wüst agierende Fahrer, oder eben einfach um sicherheitstechnisch nicht „zuendegedachte“ Kraftfahrzeuge handelt. Dies sind Dinge, die auf den Mercedesfahrer eher befremdlich wirken und regelmäßig Mitleid hervorrufen, wenn wieder einmal ein BMW-Fahrer rechts am Straßenrand gesichtet wird.
Sollte dennoch einem Mercedes-Fahrer einmal ein Missgeschick unterlaufen und beispielsweise einen BMW von der linken Spur schieben, sind die Schadenaufnahmen am Mercedes meist kurz und mit der Feststellung, dass das Kennzeichen verschmutzt ist, abgetan. So sind die Schäden dann auch schnell und kostengünstig bei der nächsten Fahrzeugwäsche aus der Welt geschafft und verschlingen nicht unzählige tausend Euro, wie bei BMW üblich. Unnötig zu erwähnen, dass die Reparaturen an BMW meist den Zeitwert übersteigen und dann in Hinterhofwerkstätten notdürftig zusammengeflickt werden und so ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Allgemeinheit darstellen.
Es war mir ein Anliegen diesen Sachverhalt korrekt darzustellen und verbleibe mit freundlichen Grüßen…
Pivko

Dieser Meinung kann man sich bedenkenlos anschliessen! Auch wenn ich vorher, was mich heutzutage eher zutiefst beschämt, auch ein Fahrzeug der Marke BMW fuhr, ist das, was Herr Maelzer hier zum besten gibt, sehr zutreffend und bestätigt meinen Fabrikatswechsel zum Stern jeden Tag aufs neuste. Und dass es dann zu so unsportlichen Unfällen auf der Autobahn kommt, liegt eher an der “Reserviertheit” der BMW-Fahrer und deren, nach ihrer Meinung beanspruchten linken Spur, da auch der versierteste MB-Fahrer wohl nie damit rechnen würde, daß der BMW vor ihm auf der linken Spur krampfhaft versucht die 60 km/h-Grenze zu überschreiten, damit er sich wenigstens legal auf der Autobahn bewegt.
Gruß
Chef

Sehen wir das Ganze doch mal von der sachlich/emotionalen Seite:
Wo der gemütliche Mercedes-Chauffeur sein Augenlicht mit den gelblich-ausgeblichenen Zeiger seiner Instrumententafel strapaziert, deren zugegeben klares Erscheinungsbild dennoch vom Hersteller nicht als adäquat für folgende Modellreihen erachtet und für modisch blinkende Kaspertheater ohne Informationsgehalt begraben wurde, ja, da erfreut sich der sportliche Herrenfahrer an klaren Chronometern, deren zeitlose Pragmatik in den letzten 30+ Jahren nicht angerührt werden musste und die vor allem Drehzahl nicht schnöder Geschwindigkeit unterordnen.
Das mag natürlich auch daran liegen, dass die schwäbischen Sparfüchse möglichst jeden Hinweis auf den kurzlebigen Explosionsmotor verschleiern wollen, der verschämt schon nach fünf Jahren durch einen nicht minder durstigen Vierventilableger beerbt wurde.
Im selben Sinne wird durch eine komfortable Gesamtauslegung wirkungsvoll vertuscht, dass das indifferente Fahrwerk ungefähr die Zielgenauigkeit von Vico Torriani nach dem Genuss zweier Flaschen Danziger Goldwassers und die Rückmeldung eines von der roten Flut überrannten Vorpostens an der Ostfront bietet. Wenigstens kann man am überdimensionierten Lenkrad die Katzen zum Trocknen aufspannen, denen man aus Angst um den Verlust des Asphaltes unter den Rädern nicht ausweichen konnte.
Des Sparfuchses häßliche Fratze blitzt erneut auf, wenn man sich die mechanische Konstruktion vor das geplagte Auge hält. Die von verblendeten Zauselbartträgern hochgelobten nachstellbaren Radlager verdanken ihre Existenz beileibe nicht der Nachhaltigkeit der Konstrukteure, sondern sind schlicht der Tatsache geschuldet, dass beim Erreichen des Austauschzeitpunktes die Wagenheberaufnahmen und Fahrschemelträger dermaßen durchgefault sind, dass die Hebebühne die Schweller erst bis zur Türunterkante eindrückt und dann beim Verlassen des sicheren Bodens die Hinterachse krachend und rostbröselnd das Weite sucht.
Der BMW-Fahrer hingegen gibt sich nicht mit erbsenzählerischer Bastelei an sicherheitsrelevanten Bauteilen ab, sondern ersetzt gleich das malade Bauteil durch ein hochpräzises Neulager, welches ihm für viele weitere Kilometer das souveräne Mitbestimmen im Straßenverkehr ermöglicht.
Viele Grüße
Jochen Hörcher

Hört, hört,
die BMW-Fahrer scheinen mit den Rollbrettern unter ihren reparaturbedürftigen Kaleschen hervor gehuscht zu sein.
Aber wo wir schon dabei sind, wollen wir doch die, durch Verschiebung der geistigen Wahrnehmung hervorgerufene, Trübung des Blickes einiger hier schreibender BMW-Fahrer korrigieren. Womit nicht gemeint ist, die wild umherschlingernde Fuhre durch heftige Links-/Rechtsbewegungen am viel zu kleinen Sportlenkrad wieder einzufangen, so wie es der BMW-Fahrer im Allgemeinen gewohnt ist. Hierin ist auch ein weiteres Qualitätsmanko der münchener „Sportschmiede“ begründet, nämlich das durch ständige Kurbelei am Volant hervortretende Trägermaterial der – wenn überhaupt – Lederlenkräder.
Doch der BMW-Fahrer empfindet trotzdem Freude am Fahren seines Fortbewegungsmittels und richtet seinen Blick in eine bernsteinschimmernde Plastiklandschaft. Diese aus der Vergangenheit übriggeblieben Relikt der eigentlichen Kompetenz des Hauses BMW soll auch nicht zur Beruhigung des hektisch agierenden BMW-Fahrer beitragen, sondern ihn vielmehr auf den sicherlich kurz bevorstehenden „Abflug“ vorbereiten. Der Fahrer eines Mercedes-Benz hingegen kann sich entspannt zurücklehnen und die in Vitrinen-Atmosphäre bereitgestellten wichtigen Informationen ablesen. Sinnvoller Weise wurden die Geschwindigkeitsbereiche durch gelbe Schraffuren markiert, in denen der sportliche Mercedes-Fahrer mit Blockaden der linken Autobahnspur durch BMW-Fahrer zu rechnen hat. Hierdurch bedingt musste zum einen die Größe des Drehzahlmessers reduziert und zum Anderen die sportliche Platzierung einer, der Verkehrssicherheit zweckdienlichen Variante weichen. Ohnehin sind höhere Drehzahlen kaum noch zu erreichen, da ein vermehrtes Auftreten von BMW-Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen zu verzeichnen ist.
Tollkühn vermute ich, dass dies auf die Billig-Preis-Politik des Münchener Herstellers zurückzuführen ist und so in gewissen sozialen Schichten der Bevölkerung den Absatz findet.
Mit freundlichem Gruß
Pivko

08
Apr

Wisch und weg…

Der Zustand meiner Scheibenwischer hat mich bereits seit Erwerb dieses Autos umgetrieben. Knapp anderthalb Jahre wischten sie zwar zuverlässig, aber arg langsam. Dann machte es eines schönen Tages “klonk!” und auf einmal wischten sie ansatzweise mit normaler Geschwindigkeit. Wurde es draußen jedoch kälter, fiel die Geschwindigkeit gleich wieder spürbar ab. Das ging dann soweit, dass es in diesem Winter Tage gab, an denen ich dem Regen schutzlos ausgeliefert war.

Die Hausmittelchen (Nähmaschinen-Öl, WD-40) halfen immer nur zeitlich begrenzt, vor allem, wenn der Wischer danach nicht gefordert wurde. Saß er dann richtig fest, bewegten sich die Arme auch bei händischer Unterstützung nicht.

Tenor im BMW-Forum: Schrott. Austauschen. Neuteil 267 € + MwSt., bruhaha! Nö, damit finde ich mich nicht ab. Es muss doch auch anders gehen. Bei einer ausgiebigen Suche stolpere ich eher zufällig über ein Forum, dass sich mit dem VW Sharan und seinen Ablegern befasst. Und siehe da: Die haben auch ein Bosch-Wischergestänge mit ähnlicher Konstruktion und ähnlichen Problemen. Abhilfe dort: Schmiernippel einbauen.

Nach einer glücklicherweise funktional überstandenen Heimfahrt habe ich dann Nippel mit Köpfen gemacht:

DSC01299 Wischergestänge raus. Schon genug Arbeit. Man denkt ständig “Jetzt müsste es passen!” und dann muss man doch noch ein Teil mehr ausbauen. Die Lüfterabdeckung. Den Wischermotor. Und dann auch noch in direkter Nähe zur Windschutzscheibe mit einem Montiereisen das ganze Geraffel vorsichtig aushebeln.

DSC01300 Auf den Bildern sieht man es leider nicht, aber die Achsen, auf denen die Wischerarme sitzen, waren ziemlich runtergerockt. Die Chromschicht, die sie eigentlich in den Buchsen des Gestängeträgers leicht laufen lassen soll, war stellenweise abgeplatzt und unterrostet. Die Buchsen selber riefig. Mit viel Gefühl und Sandpapier dann einigermaßen wieder zurechtgefeilt.

DSC01301 Nun kam der Fun-Part: vorsichtig Bohrungen setzen, Gewinde schneiden und die Nippel mit einer ausreichenden Zahl an Distanzscheiben einschrauben. Auf der Beifahrerseite musste ich allerdings tricksen: Die Stelle, an der der Schmiernippel sitzen muss, überschneidet sich mit dem Auflageteller. Kurz überlegt, Feile geholt, nochmal überlegt, Feile angesetzt, ein weiteres Mal überlegt und dann weg mit dem Huckel. Soviel trägt es da ja nicht.

DSC01302 Zuguterletzt noch ordentlich Druck mit der Presse gegeben (“Bis frisches Fett austritt”) und das ganze Gerödel wieder eingebaut. Die Wischer laufen jetzt wie auf Speed. Ich hoffe nur, beim nächsten Schmierdienst komme ich auch einigermaßen unkompliziert an die Nippel.

Aber hoffen wir das nicht alle?

08
Apr

Wehe, wenn sie losgelassen…

Was dabei rauskommt, wenn man zwei hinreichend krank humorisierte, erwachsene Männer wieder mit Playmobil spielen lässt…

Neulich beim Pferderennen...
“Neulich beim Pferderennen…”
Canadian Funsport
“Canadian Funsport”
Wie die Karnickel...
“Wie die Karnickel…”
Oh nein! Nicht schon wieder...
“Oh nein! Nicht schon wieder…”

04
Mrz

Wunder gibt es immer wieder…

Hui, unheimlich. Da hab ich den touring nun schon seit fast drei Jahren und seit heute abend geht auf einmal die Beleuchtung vom Schiebedachschalter…





Random Quote

Boys, the next time you drive a golf cart over a catered lunch and into a swimming pool there will be consequences.