Archive for the 'Jolly Roger Medienbüro' Category

10
Mai

Fleischfressende Pferde…

Es ist doch leicht verwirrend, wenn ein Pferd den Namen Diomedes trägt. Jener Diomedes (bzw. einer von den diversen, die die griechische Mythologie kennt), Sohn des Kriegsgottes Ares, stach besonders dadurch hervor, dass er vier Pferde (soweit noch ganz in Ordnung) sein Eigen nannte. Interessantes Feature dieser “Rosse des Diomedes” war der Speiseplan, nährten sich diese vier doch von Menschenfleisch. Und jetzt der Knackpunkt: Laut einer der vielen Herakles-Sagen löste Herakles nämlich seine 8. Aufgabe, indem er den guten Diomedes seinen eigenen Pferden zum Frühstück auftischte. Also wirklich ein etwas ungewöhnlicher Name für ein Pferd…

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Knabbern wollte er aber dann doch nicht…das Gras war da viel interessanter und schmackhafter.

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Diomedes wird hier wahrscheinlich noch einmal auftauchen, dann soll es auch etwas mehr Action geben.

13
Sep

E = mc²

Herrjeh … bannig zwei Monate ist mein letzter Post alt. So geht das natürlich nicht (auch nicht, wenn man meine Hinterlassenschaften in der Urlaubspostkarte mitrechnet).

Doch mein letztes Fotoshooting ist eigentlich der geeignete Aufhänger, um mal wieder in die Blogosphäre einzusteigen. Hintergrund: das Anteils-Pferd (Einstein) zieht um, die Kollegin (Christine) bleibt hier. Also wagt Jochen sich nach Jahren der skeptischen Abstinenz mal wieder in die Nähe eines Pferdes, um ein paar schöne Erinnerungsfotos zu schießen. Wir hatten früher mehrere Unpaarhufer im Garten, aber nachdem mich ein paar Jahre später ein Pony mal ins Knie gezwickt hatte, sah ich die großen Vierbeiner eher mit einer leichten Unentspanntheit.
Ich war überrascht. Nach kurzer Zeit bestand meine einzige Sorge nur noch aus der Furcht davor, vom gerade leicht triefnasigen Einstein vollgeschnoddert zu werden. Und wie man den Fotos entnehmen kann, ist er nicht wirklich klein.

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Wenn Wetter und Zeit mitspielen, gibt es in Kürze noch einen kleinen Nachschlag mit “richtigem Reiten”.

08
Apr

Wisch und weg…

Der Zustand meiner Scheibenwischer hat mich bereits seit Erwerb dieses Autos umgetrieben. Knapp anderthalb Jahre wischten sie zwar zuverlässig, aber arg langsam. Dann machte es eines schönen Tages “klonk!” und auf einmal wischten sie ansatzweise mit normaler Geschwindigkeit. Wurde es draußen jedoch kälter, fiel die Geschwindigkeit gleich wieder spürbar ab. Das ging dann soweit, dass es in diesem Winter Tage gab, an denen ich dem Regen schutzlos ausgeliefert war.

Die Hausmittelchen (Nähmaschinen-Öl, WD-40) halfen immer nur zeitlich begrenzt, vor allem, wenn der Wischer danach nicht gefordert wurde. Saß er dann richtig fest, bewegten sich die Arme auch bei händischer Unterstützung nicht.

Tenor im BMW-Forum: Schrott. Austauschen. Neuteil 267 € + MwSt., bruhaha! Nö, damit finde ich mich nicht ab. Es muss doch auch anders gehen. Bei einer ausgiebigen Suche stolpere ich eher zufällig über ein Forum, dass sich mit dem VW Sharan und seinen Ablegern befasst. Und siehe da: Die haben auch ein Bosch-Wischergestänge mit ähnlicher Konstruktion und ähnlichen Problemen. Abhilfe dort: Schmiernippel einbauen.

Nach einer glücklicherweise funktional überstandenen Heimfahrt habe ich dann Nippel mit Köpfen gemacht:

DSC01299 Wischergestänge raus. Schon genug Arbeit. Man denkt ständig “Jetzt müsste es passen!” und dann muss man doch noch ein Teil mehr ausbauen. Die Lüfterabdeckung. Den Wischermotor. Und dann auch noch in direkter Nähe zur Windschutzscheibe mit einem Montiereisen das ganze Geraffel vorsichtig aushebeln.

DSC01300 Auf den Bildern sieht man es leider nicht, aber die Achsen, auf denen die Wischerarme sitzen, waren ziemlich runtergerockt. Die Chromschicht, die sie eigentlich in den Buchsen des Gestängeträgers leicht laufen lassen soll, war stellenweise abgeplatzt und unterrostet. Die Buchsen selber riefig. Mit viel Gefühl und Sandpapier dann einigermaßen wieder zurechtgefeilt.

DSC01301 Nun kam der Fun-Part: vorsichtig Bohrungen setzen, Gewinde schneiden und die Nippel mit einer ausreichenden Zahl an Distanzscheiben einschrauben. Auf der Beifahrerseite musste ich allerdings tricksen: Die Stelle, an der der Schmiernippel sitzen muss, überschneidet sich mit dem Auflageteller. Kurz überlegt, Feile geholt, nochmal überlegt, Feile angesetzt, ein weiteres Mal überlegt und dann weg mit dem Huckel. Soviel trägt es da ja nicht.

DSC01302 Zuguterletzt noch ordentlich Druck mit der Presse gegeben (“Bis frisches Fett austritt”) und das ganze Gerödel wieder eingebaut. Die Wischer laufen jetzt wie auf Speed. Ich hoffe nur, beim nächsten Schmierdienst komme ich auch einigermaßen unkompliziert an die Nippel.

Aber hoffen wir das nicht alle?

25
Jan

Mit dem Toyota durch Tunesien…

Die Resteverwertung geht weiter. Hier mein Reisebericht aus dem November 2004: Tunesien im Schnelldurchlauf

Sand...jede Menge Sand.

Den Artikel findet Ihr hier: Die Einstiegsdroge

Ich werde mit der Zeit auch noch ein paar weitere Fotos zu den jeweiligen Artikeln hochladen, die dann im jeweiligen Set bei Flickr zu finden sein werden.

24
Jan

Mit Land Rover in Schweden…

Ich bin jetzt endlich mal dazu gekommen, eins der schönsten Erlebnisse meiner bisherigen Journalistenlaufbahn in Bits&Bytes zu bannen: Mein Kurzausflug nach Arjeplog im Frühjahr 2005.

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Aber lest selbst: Walking on Water

22
Nov

California Highway Patrol…

Ich stand Chip-Tuning bislang sehr skeptisch gegenüber; habe ich doch selbst erlebt, wie ein für teures Geld gechipptes Auto nicht einmal die Serienleistung abwarf.

Gleichwohl habe ich aber mit der Zeit auch erkannt, dass im Toleranzbereich eines Motors durchaus Potenzial steckt, das auf dem Altar der Geräusch-, Emissions- und anderer aufoktroyierter Werte geopfert wird. Potenzial, das weniger für überbordende Leistung, denn für bessere Fahrbarkeit genutzt werden kann.

Aufgrund einhellig guten Feedbacks im e34-Forum und eines wohlfeilen Preises habe ich nun tatsächlich mal eine solche Kennfeldoptimierung (Chip-Tuning klingt so nach Hinterhof) bestellt und verbaut.*

So ein PROM ist eigentlich recht unscheinbar. 28 Beinchen und nicht viel größer als eine Briefmarke.

Conny-Chip

Haarig wird’s erst beim Einbau. Für diesen muss das Steuergerät ausgebaut, aufgeschraubt und teilzerlegt werden. Der kniffligste Teil daran ist das Trennen der beiden Platinen (währenddessen klingelte natürlich das Telefon), die mit Gefühl und sanfter Gewalt voneinander gelöst werden müssen. Das man dabei mit Schraubenziehern hantiert, macht die Sache nervlich nicht einfacher. Irgendwann macht es dann “Knack!” und man hat beide in der Hand

Steuergerät geöffnet

5 Min. später, der Pulsschlag hat sich wieder beruhigt, kann dann die Schutzabdeckung (Kreis) des eigentlichen Chips entfernt werden, das vorsichtige Heraushebeln des Serienchips und das Einsetzen des optimierten sind dagegen sehr einfach. Danach alles wieder zusammenschrauben und fertig.

Steuergerät Platinen

Tief luftholen…den Schlüssel rumdrehen…und entspannen. Läuft. Ich konnte noch nicht auf die Teststrecke, aber vom Gefühl her ist das Ansprechverhalten deutlich besser. Ob es sich dabei um einen reinen Placeboeffekt handelt, werden die Messwerte zeigen.

Serienkennfeld “Conny-Chip”
0-100 km/h 11,4 s
60-100 km/h 7,2 s
80-120 km/h 9,6 s

*Disclaimer: Die hier vorgenommenen Änderungen sind ausschließlich für Showzwecke und nicht für den Einsatz im Geltungsbereich der STVO gedacht. Alle Messwerte wurden auf einer abgesperrten Strecke ermittelt.

06
Sep

Radial-Diät…

Letzte Woche zufällig im Netz über den Segelflugplatz Hahnweide gestolpert … ach, guck an, hier ganz in der Nähe … oh, da ist Flugtag … oh, Oldtimer-Flugtag … hm … was haben die denn da? … Messerschmitt Bf 109!? Focke-Wulf Fw 190!?! B-17!?!?!

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Da musste ich dann doch mal hin. Kamera-Akkus aufgeladen, Speicherkarte leergeräumt, losgefahren. Auf der Autobahn die erste Ernüchterung: 2 km Stau an der Abfahrt … in jede Richtung! Hm, aufgeben? Mal schauen. Nächste Abfahrt runter, den Weg über die Dörfer eingeschlagen und siehe da, kein Stau, direktemang auf den besten Parkplatz.

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Und kaum ist man da, fängt der Regen an. Dagegen ist das Angebot überwältigend. Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Eingang bricht eine Ju-52 direkt über meinem Kopf aus dem Maisfeld, gefolgt von einer An-2.

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Den ganzen Nachmittag bekomme ich das Grollen der Sternmotoren nicht mehr aus dem Kopf. Für richtige Gänsehaut sorgt gegen Mittag der Auftritt der B-17 Flying Fortress. Wer hätte gedacht, dass diesem Flugzeug in Deutschland mal applaudiert werden würde? Der Veranstaltungssprecher kommt dementsprechend auch nicht aus der Rechtfertigerei heraus. Es muss umständlich herumgeschwurbelt werden “wofür diese Flugzeug ja eigentlich gebaut wurde” und es ja “trotz der eigentlichen Aufgabe” schön anzusehen sei. Willkommen in Deutschland, wo man sich für Technik-Faszination entschuldigen muss…

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Gleiches gibt es beim kaum minder beeindruckenden Display (ja, so heißt das Rumgefliege vor Publikum – wieder was gelernt) der B-25 Mitchell. Ich würde glatt sagen, ein kunstflugfähiger mittlerer Bomber.

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Komischerweise gibt es keine Moralpredigten bei der Vorführung der deutschen Jäger, im Gegenteil, der Sprecher entblödet sich nicht, sich zu wundern, warum der chinesische Nachbau des BMW 801-Triebwerkes “Rrrrrrrrr” statt “Llllllllll” macht.

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Egal, beeindruckend ist es allemal. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die meisten Flieger nur noch in äußerst homöopatischen Dosen flugfähig erhalten sind. Die Lust an akrobatischen Manövern schmälert dies augenscheinlich nicht. Bedenklich nur, dass die Bf 109 mit halb eingezogenem Fahrwerk nach Manching zurückgondelt, wo doch gerade dieses Flugzeug schon einmal mit Fahrwerksfehlfunktion einen Bauchplatscher gemacht hat, der fast zur völligen Zerstörung des Fliegers führte.

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Ein Eldorado für Fotografen und hier sieht man mal wirklich, wieviel DSLRs Canon und Nikon so auf den Markt werfen, ganz zu schweigen von den veritablen Teleobjektiven der Canon-L-Serie, die man dank des grauen Gehäuses schon von weitem erkennen kann. Mit meinem Spar-Sigma-Zoom komm ich mir ziemlich klein vor, muss aber zugeben, dass die Ausbeute besser als erwartet geworden ist.

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Zu allem Überfluss habe ich die frisch formatierte “große” Speicherkarte auf dem Schreibtisch liegenlassen. Der Griff in die Kameratasche fördert nur zwei sparsame 256 MB-Karten zutage. Den ganzen Tag schmeiße ich zwischendurch verschossene Bilder raus und gegen späten Nachmittag muss ich mit vollen Karten den Rückzug antreten.

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Wie zum Hohn kommt gerade dann die Sonne heraus und die schönsten Warbirds gehen noch einmal in die Luft, um sich richtig auszutoben. Allen voran die mächtige Hawker Sea Fury mit (nachgerüsteten) 2800 PS und über 700 km/h Spitze, deren Pilot eins ums andere Mal ausgelassen über den Platz schießt.

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20
Jun

Geschützt: Kirstens Wunschzettel

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05
Mai

Alles neu macht der Mai…

Naja, eigentlich war’s schon der April. Einige wissen es, einige könnten es schon rausgefunden haben…ich habe eine neue Kamera. Endlich wieder was schweres, gut in der Hand liegendes; etwas, wo man Fokus und Blende mit einem Handgriff anpassen kann, ohne sich durch Menüs hangeln zu müssen.
Und wenn der Spruch stimmt, dass nicht die Kamera, sondern der Fotograf die guten Bilder macht…naja…dann hat mir die G5 irgendwie Knüppel zwischen die Beine geworfen…
Eye of the Tiger Koi Wrinkles Wilbär Jemen-Chamäleon

13
Jan

Camera Obscura

SpülrohrJetzt wollte ich im Urlaub doch schön einen Neujahrspaziergang nachholen, habe mir die Kamera geschnappt und bin an den stürmischen Strand gestiefelt. Und gleich beim dritten Bild der GAU: Kamera mit Stativ nach vorne umgekippt, direkt mit dem Objektiv aufs Motiv.

Resultat: Linse im Objektiv verschoben, Bilder verzerrt, Kamera wohl reif für den Wohlstandsmüll. Meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass das Objektiv wohl nur als Einheit zu tauschen ist und Reparaturen folglich nicht vorgesehen sind.

Nach dem SturzZugegeben: Ich bin ja schon länger auf der Suche nach einer passenden Spiegelreflexkamera. Aber eigentlich war geplant, die G5 weiterhin als Back-up oder Zweitkamera zu behalten. Und ich hatte auch nicht vor, diese nicht unerhebliche Investition jetzt zu tätigen.

Warten wir’s ab. Vorhin hab ich im Elektronikmarkt meines geringsten Vertrauens mal verschiedene Eisen probegehalten und bespielt.

Fazit:

  • EOS 1000D: zu klein zum vernünftigen Halten, zudem einfaches Plastikgehäuse
  • EOS 450D: eigentlich auch zu klein, auch Plastik, aber zumindest Gummibesatz am Griffstück. Haptisch deutlich angenehmer. (Das Größenproblem wäre bei beiden durch einen Batteriegriff zu mindern)
  • EOS 40D: Perfekt. Richtige Größe, Magnesiumgehäuse mit Gummigriffstück, sattes Gewicht. Dadurch natürlich auch nicht so easy rumzuschleppen. Vorteil hier: gleicher Akku, gleiche Speicherkarten wie bei der guten alten G5. Nachteil: Preis
  • Nikon D90: auch gut zu greifen, Alu/Kunststoff, Moviefunktion (Full-HD, nicht wirklich wichtig, aber ausbaufähig), auch teuer

Im weiteren Rennen wäre noch die EOS 50D, die aber fürs Budget zu neu ist und die (momentan noch spekulierte) EOS 500D, die aller Voraussicht nach am 24. Januar vorgestellt wird.