Archive for the 'Gadgets & Gear' Category

14
Jan

Die Grausamkeit des Toastens…*

Ich fasse es nicht: Heute mittag in der Kantine haben wir noch genau über sowas gescherzt. Ines sprach von “Toastdruckern” (und meinte damit diese Standarddinger, die man aus den Werbegeschenkkatalogen kennt) und ich hatte plötzlich einen HP ToastJet vor Augen, der dem hier funktionell sehr ähnlich wäre…

OK, er druckt zwar nicht und toastet “nur”, aber genau das Prinzip schwirrte mir durch den Kopf.

Für potentielle Investoren: Der Designer Othmar Muehlenbach hat auch ein Blog

*Der Titel stammt aus einem eingescannten Brief, den ein Klassenkamerad von mir als Vorlage für seine Wehrdienstverweigerung nutzen wollte. Das (damals) hochkomplizierte OCR-Programm macht allerdings aus der “Grausamkeit des Tötens” die “Grausamkeit des Toastens”

22
Nov

California Highway Patrol…

Ich stand Chip-Tuning bislang sehr skeptisch gegenüber; habe ich doch selbst erlebt, wie ein für teures Geld gechipptes Auto nicht einmal die Serienleistung abwarf.

Gleichwohl habe ich aber mit der Zeit auch erkannt, dass im Toleranzbereich eines Motors durchaus Potenzial steckt, das auf dem Altar der Geräusch-, Emissions- und anderer aufoktroyierter Werte geopfert wird. Potenzial, das weniger für überbordende Leistung, denn für bessere Fahrbarkeit genutzt werden kann.

Aufgrund einhellig guten Feedbacks im e34-Forum und eines wohlfeilen Preises habe ich nun tatsächlich mal eine solche Kennfeldoptimierung (Chip-Tuning klingt so nach Hinterhof) bestellt und verbaut.*

So ein PROM ist eigentlich recht unscheinbar. 28 Beinchen und nicht viel größer als eine Briefmarke.

Conny-Chip

Haarig wird’s erst beim Einbau. Für diesen muss das Steuergerät ausgebaut, aufgeschraubt und teilzerlegt werden. Der kniffligste Teil daran ist das Trennen der beiden Platinen (währenddessen klingelte natürlich das Telefon), die mit Gefühl und sanfter Gewalt voneinander gelöst werden müssen. Das man dabei mit Schraubenziehern hantiert, macht die Sache nervlich nicht einfacher. Irgendwann macht es dann “Knack!” und man hat beide in der Hand

Steuergerät geöffnet

5 Min. später, der Pulsschlag hat sich wieder beruhigt, kann dann die Schutzabdeckung (Kreis) des eigentlichen Chips entfernt werden, das vorsichtige Heraushebeln des Serienchips und das Einsetzen des optimierten sind dagegen sehr einfach. Danach alles wieder zusammenschrauben und fertig.

Steuergerät Platinen

Tief luftholen…den Schlüssel rumdrehen…und entspannen. Läuft. Ich konnte noch nicht auf die Teststrecke, aber vom Gefühl her ist das Ansprechverhalten deutlich besser. Ob es sich dabei um einen reinen Placeboeffekt handelt, werden die Messwerte zeigen.

Serienkennfeld “Conny-Chip”
0-100 km/h 11,4 s
60-100 km/h 7,2 s
80-120 km/h 9,6 s

*Disclaimer: Die hier vorgenommenen Änderungen sind ausschließlich für Showzwecke und nicht für den Einsatz im Geltungsbereich der STVO gedacht. Alle Messwerte wurden auf einer abgesperrten Strecke ermittelt.

13
Jan

Camera Obscura

SpülrohrJetzt wollte ich im Urlaub doch schön einen Neujahrspaziergang nachholen, habe mir die Kamera geschnappt und bin an den stürmischen Strand gestiefelt. Und gleich beim dritten Bild der GAU: Kamera mit Stativ nach vorne umgekippt, direkt mit dem Objektiv aufs Motiv.

Resultat: Linse im Objektiv verschoben, Bilder verzerrt, Kamera wohl reif für den Wohlstandsmüll. Meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass das Objektiv wohl nur als Einheit zu tauschen ist und Reparaturen folglich nicht vorgesehen sind.

Nach dem SturzZugegeben: Ich bin ja schon länger auf der Suche nach einer passenden Spiegelreflexkamera. Aber eigentlich war geplant, die G5 weiterhin als Back-up oder Zweitkamera zu behalten. Und ich hatte auch nicht vor, diese nicht unerhebliche Investition jetzt zu tätigen.

Warten wir’s ab. Vorhin hab ich im Elektronikmarkt meines geringsten Vertrauens mal verschiedene Eisen probegehalten und bespielt.

Fazit:

  • EOS 1000D: zu klein zum vernünftigen Halten, zudem einfaches Plastikgehäuse
  • EOS 450D: eigentlich auch zu klein, auch Plastik, aber zumindest Gummibesatz am Griffstück. Haptisch deutlich angenehmer. (Das Größenproblem wäre bei beiden durch einen Batteriegriff zu mindern)
  • EOS 40D: Perfekt. Richtige Größe, Magnesiumgehäuse mit Gummigriffstück, sattes Gewicht. Dadurch natürlich auch nicht so easy rumzuschleppen. Vorteil hier: gleicher Akku, gleiche Speicherkarten wie bei der guten alten G5. Nachteil: Preis
  • Nikon D90: auch gut zu greifen, Alu/Kunststoff, Moviefunktion (Full-HD, nicht wirklich wichtig, aber ausbaufähig), auch teuer

Im weiteren Rennen wäre noch die EOS 50D, die aber fürs Budget zu neu ist und die (momentan noch spekulierte) EOS 500D, die aller Voraussicht nach am 24. Januar vorgestellt wird.

03
Nov

Schiff ahoi!

IMG_1186
Fern der Heimat muss man die Zeit ja irgendwie rumkriegen. Ich hab mich auf die alten Tugenden der Männlichkeit besonnen (man will ja seinen Kindern später mal ein Vorbild sein können) und mich dem Modellbau zugewandt.
Das Modell der "Dolly" verstaubte schon knapp zwanzig Jahre in einer Ecke unseres Containers, ein Relikt der frühen Gymnasialzeit, als man mit der Schülermonatskarte bewaffnet die neugewonnene Freiheit auskostete und regelmäßig mit dem Bus in die Stadt fuhr. Und mit dem Graupner- oder Robbe-Katalog auf den grünkarierten Sitzen eines O 305 sitzend sich ausmalte, was das Traummodell doch alles könnte.
So lag dann alsbald der bunte Karton unter dem Weihnachtsbaum, es wurde eifrig angefangen zu bauen…tja…und dann verlief es sich. Die Bastelei war doch komplexer als die Revell-Bausätze, von der Elektronik und dem monetären Aufwand ganz zu schweigen.
Erst letztes Jahr erinnerte ich mich des Bausatzes, als Heikes Gartenteich ein großes Spielfeld bot. Ich holte ihn aus dem Container, packte ihn in den Keller, festen Vorsatzes, es diesmal zu vollenden.
Tja, und jetzt ist er mir nach Waiblingen gefolgt. Toitoitoi…

06
Aug

Optisches…

Es ist immer wieder verwunderlich, wie plötzlich doch scheinbar festgeformte Vorstellungen auseinanderbröckeln können. Vor allem, wenn dies praktisch gleichzeitig erfolgt.

Vorstellung 1: Kontaktlinsen
Ich bin seit mittlerweile zehn Jahren Gelegenheitsbrillenträger. Mit ca. -0,75 Dioptrien kann ich im normalen Tagesgeschehen meist auf die Guckgläser verzichten, allenfalls beim Autofahren und Kino muss und will ich das Optimum an Sehschärfe herausholen. Folglich habe ich nie ernsthaft über Kontaktlinsen nachgedacht, auch weil mich das ganze Herumgepopel im Auge und diverse Horrorgeschichten (mein Favorit: die hinter das Auge gerutschte Linse) abgeschreckt haben. Als neulich allerdings meine Brille zu Bruch ging (Klassiker: Brille in Hemdtasche, Hemd faulerweise einfach über den Kopf gezogen, klirr), ließ ich mich von Krissi doch mal zum kostenlosen Anpassen und Probetragen überreden.
Faszinierend. Ständig scharf gucken. Nicht immer fürs Autofahren das Brillenetui mitschleifen. Sonnenbrille ohne Schliff kaufen können. Ich war fast überzeugt. Einen kleinen Rückschlag erlitt das Projekt allerdings wenige Tage später, als ich für unseren "Wandertag" in der Schule die Linsen (in einer viertelstündigen Tortur unter Verlust von einem Paar) einsetzte, es aber dann schaffte, mit einem achtlosen Augenwischen eine der beiden gleich wieder von der Pupille zu schieben. Frust. Nie wieder. So’n Dreck.
Letzten Sonnabend sollte ich auf einer Hochzeit Fotos machen. Und da habe ich mich dann doch wieder für die Linsen entschieden. Zwar scheine ich noch nicht die richtige Größe erwischt zu haben (der Fiel-Mann hat mir zwei verschiedene Größen mitgegeben, vergleichen konnte ich jedoch nicht direkt), aber das Prinzip ist nach reiflicher Erwägung doch bestechend. Vielleicht demnächst mehr dazu.

Vorstellung 2: Digitale Spiegelreflexkamera
Ich habe die Entwicklung schon länger verfolgt und als Canon die Einstiegsdroge 300D auf den Markt warf, war das Objekt der Begierde festgelegt. Zwar war und bin ich mit meiner G5 immer zufrieden, aber die Vorteile des Objektivwechsels, des größeren Sensors und der kreativen Möglichkeiten haben mich sehnsüchtig über den Zaun schielen lassen. Auf Partys ergab sich die Gelegenheit, Dennis’ 300D mal ausgiebig zu bespielen und ich fühlte mich in meinem Sehnen bestätigt. Ein Fotoeinsatz bei einem Fußballspiel gab das Übrige.
Doch nun zeigen sich Wolken am blauen SLR-Firmament. Für die weiter oben erwähnte Hochzeit hatte ich mir ein weiteres Mal Dennis’ Kamera geborgt, um wirklich perfekte Bilder machen zu können. Aber hinterher war ich etwas enttäuscht.
Zum einen bietet die 300D als Einstiegsmodell nicht alle liebgewonnenen Kreativspielereien meiner damals semiprofessionellen G5 (Langzeitsynchro und andere Blitzfunktionen), zum anderen funktioniert die Fokussierung nach Blickrichtung nur äußerst unzufriedenstellend. Ich habe Dutzende Bilder, in denen der Hintergrund schärfer ist als das anvisierte Objekt. Mag allerdings sein, dass die Augenabtastung durch die –> Kontaktlinsen gestört wird.
Und rein subjektiv würde ich sagen, die SLR braucht in vergleichbaren Situationen eine längere Belichtungszeit als die G5.
Folglich habe ich die gesamte Amateurreihe von Canon erst einmal aus meiner internen Wunschliste gekickt und schiele nun eher in Richtung einer in Würde gealterten semiprofessionellen Knipse vom Schlage einer 30D. Mittlerweile schließe ich auch andere Marken wie Nikon oder Pentax nicht mehr aus.