Archive for the 'BMW R 100 GS' Category

17
Aug

About time…

99.299 ... Zeit für eine kleine Aufarbeitung ...

Mittlerweile nenne ich die 2V-BMW schon 16 Jahre mein Eigen. In dieser Zeit habe ich schon einiges an Geld, Schweiß und Teilen in den Eimer investiert, aber trotz allem will ich sie nicht missen.

In den letzten 4 Jahren bin ich allerdings extremst wenig zum Fahren gekommen. Erst wegen des Umzugs nach Waiblingen und dann ging die Ärgerei mit den kleinen und großen Maleschen los. Erst ständig entladene Batterie wegen eines defekten Lichtrelais. Als dies behoben war, kam ich auf die beknackte Idee, wegen der klappernden Ventile einteilige Kipphebelböcke zu montieren. An sich kein große Sache, dann kamen mir jedoch die Stehbolzen entgegen.

Kaum war diese Sache aus der Welt geschafft, fing die Ölablassschraube an zu tropfen. Der Isolator zwischen Schraube und Temperatursensor hat offensichtlich einen Haarriss.

Den Rest des Sommers habe ich dann aus allgemein bekannten Gründen Jens’ R 1100 GS bewegt. Diese Verschnaufpause für die 2V-GS hatte ich mir deshalb für eine etwas gründlichere Überarbeitung vorgenommen. Vergaserdichtsätze, Membranen und Federn besorgt (und prompt in den Umzugskartons verlegt), Vergaser abgebaut und zerlegt … dann wieder Pause wegen Umzug …

Jetzt sind die Vergaser aus dem Ultraschallbad zurück, Kleinteile sind bestellt und der Tacho geht zur Aufbereitung (Nadel zuckt). Danach noch TÜVen und hoffentlich noch ein paar Kilometer dieses Jahr fahren.

Für nächstes Jahr kommen dann etwas größere Aufgaben. So sollen die Köpfe überholt werden (und dabei gleich ein zweites Kerzenloch für eine spätere Doppel-/Digitalzündung bekommen) und wenn man eh schon in den Motor eingreift, dann können auch die Pleuellager und Kolbenringe neu. Und dann ist es auch kein Hexenwerk mehr, Pleuel und Kolben gewichtsmäßig anzugleichen. Ma gucken, was mir noch einfällt

10
Apr

Warum nicht auch mal Eintopf…

Never change a running system. Wie sehr hat sich dieser Satz hier wieder als wahr erwiesen. Da die BMW zum Einstieg in die Saison gar fürchterbar mit dem Ventiltrieb geklappert hat und ich vorher eh schon im Affekt einen Satz einteilige Kipphebelböcke erworben hatte, hielt ich es vor zwei Wochen für eine gute Idee, frisch ans Werk zu gehen. Ein ausreichend feinfühliger Drehmomentschlüssel für die sensiblen Stehbolzen war rasch gefunden.

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Abgesehen von der öligen Sauerei lief auch soweit alles gut. Kipphebel vorsichtig in die Böcke eingeführt, die Nadellager dabei nicht auf dem Boden verteilt und folgend das Axialspiel mit den Distanzscheiben ausgeglichen. Doch beim Anziehen der Muttern , die die Böcke auf den Stehbolzen halten, ist es dann passiert: Bei eigentlich sanften 25 Nm kam mir gleich der erste Stehbolzen entgegen. Groooßartig. Es hat mich arge Beherrschung gekostet, nicht irgendwas mit Schmackes an die Wand oder ins Moped zu schmeißen.

Ventilsteuerung in Einzelteilen

Da der Bolzen nun auch soweit herausstand, dass der Ventildeckel nicht mehr draufging, konnte ich eine vorsichtige Fahrt zum nächstliegenden Spezialisten auch vergessen. Rumgemailt, rumtelefoniert. Siebenrock macht es wohl ordentlich, kann aber nicht abholen. Zum Glück bot eine Kollegin ihr Auto samt Freund und Anhängerkupplung an, noch fix einen Anhänger bei Obi reserviert und nun könnte es theoretisch losgehen.

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Um Geld und Zeit zu sparen, habe ich nun schon mal die ganze Vorarbeit geleistet: Stehbolzen raus, Zylinder gezogen (Kolben kann nach Entfernung des Kolbenbolzens drinbleiben). Und dabei auch gleich die Ursache fürs Malheur gefunden: Der Vorbesitzer hatte anscheinend schon einmal an derselben Baustelle herumgefuhrwerkt und seine grobschlächtigen Spuren mit einem Helicoil-Einsatz vertuscht. Hoffentlich ist nun noch genug Futter für eine TimeSert-Buchse, sonst habe ich da einen schönen Haufen Kernschrott herumstehen.

Der Übeltäter

27
Mrz

Fleißig, fleißig…

So dreckige Hände wie in den letzten paar Tagen hatte ich schon lange nicht mehr. Sonntag bei Heike im Haus mitgeholfen, Montag die Treppe abgeschliffen (auch bei Heike) und dann auf dem Rückweg doch etwas gewundert, dass der 5er beim Anfahren immer so in die Knie geht…gerade so…gerade so, als wär die Handbremse angezogen…hmm…schnell mal an die Naben gefasst … tatsächlich. Rechts glühendheiß. Also das Eisessen in Travemünde geschoben und noch mal zurück nach Niendorf und die Bremse komplett zerlegt. Nach exzessivem Reinigen und Gangbar-machen mit der Schraubzwinge alles wieder beim Alten. Und heute ging die Schrauberarie weiter. Nachdem ich schon gestern die Reifen für die GS bestellt hatte, mussten heute natürlich die Räder runter. Bei der Gelegenheit auch ein wenig saubergemacht…und festgestellt, dass die Batterie (gerade mal zwei Jahre alt) endgültig hinüber ist. Über Nacht hängt jetzt die alte USV-Batterie am Lader und wenn die’s morgen nicht packt, muss ich wohl mal eine Kung Long bei Reichelt ordern.
Aber als Ausgleich haben wir heute abend bei Heike auf der neuen Terrasse ein leckeres Eis verputzt (dann steht morgen also Travemünde auf dem Programm)

08
Jan

Beulenpest

Beulen…ich hasse Beulen. Egal, ob die fiesen kleinen Dinks, die die Trottel auf dem Supermarktparkplatz mit achtlos aufgerissenen Türen verursachen oder die Schubbermarken an den Stoßstangen, große Dellen von eifrig unaufmerksamen Radfahrern oder die gemeinen scharfkantigen von den Handwerkern, die Rohre oder ähnliches vom Transporter purzeln lassen. Aber am schlimmsten, am aller-aller-schlimmsten sind die Beulen, ungeachtet welcher Qualität und Quantität, die man selbst verursacht und niemandem in die Schuhe schieben kann.

Gerade am Wochenende habe ich wieder so etwas hinbekommen. Schon ewig nervte mich die polternde Koppelstange vorne links, die den Stabi mit dem Federbein verbindet. Gleich zwei neue besorgt (die gehen meist mehr oder weniger simultan zu Bruch) und am Samstag einbauen wollen. Und dann nahm das Unglück seinen Lauf:

  1. Der große Rangierwagenheber passt dank des M-Fahrwerks nicht unter das Auto.
  2. Der kleine Wagenheber passt zwar, ist aber zu kurz, da der Längsträger zu weit unter dem Auto steckt. Also doch wieder mit der Bordwerkzeugkrücke hochleiern
  3. Keine Unterstellböcke, keine großen Holzklötze zu finden, also schichten
  4. Eine Seite aufgebocken, andere Seite sackt wieder ab…noch mal mit dem Heber nachhelfen, diesen aber nicht im korrekten Winkel ansetzen: Önk…Delle in der Tür
  5. Fluchen
  6. Fahrzeug steht endlich sicher…alle Schrauben festgegammelt
  7. Schraubenschlüssel ansetzen, abrutschen, Unterarm am Leitblech aufschürfen
  8. Fluchen
  9. In mühevoller Kleinarbeit mit Maulschlüssel, Gummihammer und Ringschlüssel die Muttern gradweise aufgniedeln, weil weder Schlagschrauber noch Ratsche passen. Wo die Ratsche passt, fehlt die richtige Nuss.
  10. In mühevoller Kleinarbeit mit Maul- und Ringschlüssel die Muttern gradweise auf die neuen Koppelstangen wieder aufschrauben, weil weder…

Nach diesem Spaß Räder wieder drauf, festziehen und ab gehts. OK, fährt sich wirklich besser als vor her…das indifferente Poltern auf der linken Wagenseite, dass ich immer hinten vermutet habe, ist auch weg.

Aber kein Licht ohne Schatten: Heute morgen wummert auf einmal in Rechtskurven das linke Vorderrad…und zwar kräftig….Radlager?…gerade noch in Niendorf auf den Hof geschlichen, ausgestiegen….4 Muttern am linken Vorderrad lose….grusel! 8O Und das, obwohl ich sie wirklich festgezogen habe. Kein “Doch, ich glaube schon…” sondern 100% sicher…

19
Okt

Schritt für Schritt

Die BMW nähert sich der Fertigstellung. Heute habe ich endlich die Krümmer wieder montieren können (die Sternmuttern sind tatsächlich nach nur 3 (drei) Wochen geliefert worden). Ein wenig Kupferpaste, ein wenig Gummihammer und schon passt’s. Ich hoffe mal, dass die Jungs jetzt auch dichthalten. Es fehlt eigentlich nun nur noch die richtige Einstellung des Zündzeitpunktes, ggf. noch des Ventilspiels und es kann losgehen. Ja, wir haben bald November…

Am 5er habe ich mittlerweile auch die rechte Rückleuchte angebaut. Zuerst war ich etwas skeptisch, weil der Wagen dadurch ein ziemlich ungewöhnliches Erkennugsmerkmal (links weißer, rechts gelber Blinker) verlieren würde, aber die einheitlichen Leuchten sehen wirklich sahnemäßig aus. Hat sich gelohnt

Fotos habe ich leider noch keine. Entweder ich hab die Kamera dabei und denk nicht dran oder vice versa.

A propos Fotos: Ich bearbeite gerade die “Reise”-Seite des Jolly Roger Medienbüros. Zuerst ein paar Bilder aus Kanada und dann folgen noch welche aus Tunesien.