Archive for the 'BMW 520i' Category

08
Apr

Wisch und weg…

Der Zustand meiner Scheibenwischer hat mich bereits seit Erwerb dieses Autos umgetrieben. Knapp anderthalb Jahre wischten sie zwar zuverlässig, aber arg langsam. Dann machte es eines schönen Tages “klonk!” und auf einmal wischten sie ansatzweise mit normaler Geschwindigkeit. Wurde es draußen jedoch kälter, fiel die Geschwindigkeit gleich wieder spürbar ab. Das ging dann soweit, dass es in diesem Winter Tage gab, an denen ich dem Regen schutzlos ausgeliefert war.

Die Hausmittelchen (Nähmaschinen-Öl, WD-40) halfen immer nur zeitlich begrenzt, vor allem, wenn der Wischer danach nicht gefordert wurde. Saß er dann richtig fest, bewegten sich die Arme auch bei händischer Unterstützung nicht.

Tenor im BMW-Forum: Schrott. Austauschen. Neuteil 267 € + MwSt., bruhaha! Nö, damit finde ich mich nicht ab. Es muss doch auch anders gehen. Bei einer ausgiebigen Suche stolpere ich eher zufällig über ein Forum, dass sich mit dem VW Sharan und seinen Ablegern befasst. Und siehe da: Die haben auch ein Bosch-Wischergestänge mit ähnlicher Konstruktion und ähnlichen Problemen. Abhilfe dort: Schmiernippel einbauen.

Nach einer glücklicherweise funktional überstandenen Heimfahrt habe ich dann Nippel mit Köpfen gemacht:

DSC01299 Wischergestänge raus. Schon genug Arbeit. Man denkt ständig “Jetzt müsste es passen!” und dann muss man doch noch ein Teil mehr ausbauen. Die Lüfterabdeckung. Den Wischermotor. Und dann auch noch in direkter Nähe zur Windschutzscheibe mit einem Montiereisen das ganze Geraffel vorsichtig aushebeln.

DSC01300 Auf den Bildern sieht man es leider nicht, aber die Achsen, auf denen die Wischerarme sitzen, waren ziemlich runtergerockt. Die Chromschicht, die sie eigentlich in den Buchsen des Gestängeträgers leicht laufen lassen soll, war stellenweise abgeplatzt und unterrostet. Die Buchsen selber riefig. Mit viel Gefühl und Sandpapier dann einigermaßen wieder zurechtgefeilt.

DSC01301 Nun kam der Fun-Part: vorsichtig Bohrungen setzen, Gewinde schneiden und die Nippel mit einer ausreichenden Zahl an Distanzscheiben einschrauben. Auf der Beifahrerseite musste ich allerdings tricksen: Die Stelle, an der der Schmiernippel sitzen muss, überschneidet sich mit dem Auflageteller. Kurz überlegt, Feile geholt, nochmal überlegt, Feile angesetzt, ein weiteres Mal überlegt und dann weg mit dem Huckel. Soviel trägt es da ja nicht.

DSC01302 Zuguterletzt noch ordentlich Druck mit der Presse gegeben (“Bis frisches Fett austritt”) und das ganze Gerödel wieder eingebaut. Die Wischer laufen jetzt wie auf Speed. Ich hoffe nur, beim nächsten Schmierdienst komme ich auch einigermaßen unkompliziert an die Nippel.

Aber hoffen wir das nicht alle?

22
Nov

California Highway Patrol…

Ich stand Chip-Tuning bislang sehr skeptisch gegenüber; habe ich doch selbst erlebt, wie ein für teures Geld gechipptes Auto nicht einmal die Serienleistung abwarf.

Gleichwohl habe ich aber mit der Zeit auch erkannt, dass im Toleranzbereich eines Motors durchaus Potenzial steckt, das auf dem Altar der Geräusch-, Emissions- und anderer aufoktroyierter Werte geopfert wird. Potenzial, das weniger für überbordende Leistung, denn für bessere Fahrbarkeit genutzt werden kann.

Aufgrund einhellig guten Feedbacks im e34-Forum und eines wohlfeilen Preises habe ich nun tatsächlich mal eine solche Kennfeldoptimierung (Chip-Tuning klingt so nach Hinterhof) bestellt und verbaut.*

So ein PROM ist eigentlich recht unscheinbar. 28 Beinchen und nicht viel größer als eine Briefmarke.

Conny-Chip

Haarig wird’s erst beim Einbau. Für diesen muss das Steuergerät ausgebaut, aufgeschraubt und teilzerlegt werden. Der kniffligste Teil daran ist das Trennen der beiden Platinen (währenddessen klingelte natürlich das Telefon), die mit Gefühl und sanfter Gewalt voneinander gelöst werden müssen. Das man dabei mit Schraubenziehern hantiert, macht die Sache nervlich nicht einfacher. Irgendwann macht es dann “Knack!” und man hat beide in der Hand

Steuergerät geöffnet

5 Min. später, der Pulsschlag hat sich wieder beruhigt, kann dann die Schutzabdeckung (Kreis) des eigentlichen Chips entfernt werden, das vorsichtige Heraushebeln des Serienchips und das Einsetzen des optimierten sind dagegen sehr einfach. Danach alles wieder zusammenschrauben und fertig.

Steuergerät Platinen

Tief luftholen…den Schlüssel rumdrehen…und entspannen. Läuft. Ich konnte noch nicht auf die Teststrecke, aber vom Gefühl her ist das Ansprechverhalten deutlich besser. Ob es sich dabei um einen reinen Placeboeffekt handelt, werden die Messwerte zeigen.

Serienkennfeld “Conny-Chip”
0-100 km/h 11,4 s
60-100 km/h 7,2 s
80-120 km/h 9,6 s

*Disclaimer: Die hier vorgenommenen Änderungen sind ausschließlich für Showzwecke und nicht für den Einsatz im Geltungsbereich der STVO gedacht. Alle Messwerte wurden auf einer abgesperrten Strecke ermittelt.

07
Jun

Ding gedreht…

Consider it done…

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Nach ein paar Tagen verschlungener Postwege ist die gedrehte Kühlerstutzenprothese heute endlich angekommen. Und wie hübsch sie ist. Eigentlich viel zu schade zum Einbauen.

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Rasch noch in den Baumarkt, 2K-Epoxidharz-Kleber (fand ich als Kind schon spannend) und noch einen Nippelspanner (sorry, heißt wirklich so) fürs Fahrrad besorgt und die Bastelstunde konnte beginnen.
Und da muss ich mir doch selber auf die Schulter klopfen. Das nach meinen Messungen exakt angefertigte Rohr passte saugend-schmatzend in den kümmerlichen Rest des Kühlerstutzens. Man könnte glatt auf den Kleber verzichten. Schnell noch die Bruchkante begradigt, den Kleber frisch angerührt und das Teil eingepasst. Jetzt muss es nur noch knapp zwölf Stunden aushärten und dann dürfte das Auto wieder langstreckentauglich sein. Am Donnerstag hatte ich ja bereits die neue Viskokupplung und die Lüfterzarge montiert (wobei die Lüfterzarge aufgrund meiner Grobmotorik etwas gelitten hat).

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Noch ‘ne Baustelle: Letztes Wochenende habe ich mir mit kühler Hand ein Fahrrad bei eBay ersteigert. An sich schon fahrbereit, missfiel mir doch arg die mit billigen Dunlopventilen bestückte Schmalspurbereifung. Also flugs zum Baumarkt geeilt (die geneigten Fahrradritter mögen es mir verzeihen) und dort propere 1,75″ breite Decken samt Schläuchen mit praxisgerechten Autoventilen erworben. Eigentlich hätte ich gerne noch breitere Decken gehabt, aber zum Glück kam mir die Ungeduld dazwischen. Wie ich nämlich im heimischen Keller feststellte, passten die gekauften Reifen gerade mal so in den schmalen Rahmen. Das erste Aufpumpen am Tankstellenpustefix ging auch gleich mächtig in die Hose. Bei mutigen 5,5 bar zogen sich die Schläuche knallend aus der Affäre. Also nochmal von vorne, diesmal etwas ziviler bedrückt. So weit, so gut. Die Breite ginge gerade so in Ordnung, wenn nicht das Hinterrad so einen lästigen Schlag hätte.
Deshalb heute den lustigen Nippelspanner requiriert, Speichen zurechtgezogen und jetzt läuft das Hinterrad so là là. Hoffentlich halten das dann auch die Speichen aus…

20
Jul

Retrograde Posterie

Huuuuuu! Dieser Beitrag kommt aus der Zukunft. Er wird erst am 23. Juli geschrieben werden!

Mittlerweile sind die Kreuzspeichen auf dem Touring gelandet. Dank tatkräftiger Hilfe von Tobi ging das Rundwechseln recht fix. Faszinierend, wie schnell die schnieke Limousine dank der Radkappen-Stahlfelgen komplett ranzig aussieht. Der Touring sieht entsprechend gleich viel besser aus, liegt auch satter auf der Straße, nur die leichte Hüftschwäche versaut die elegante Linie. Da muss noch was passieren.

Fuhrpark Kreuzspeiche auf Golf Tobi liebt BMW Aussitzen

So, dann verabschiede ich mich erstmal in den Urlaub, d.h. für die nächsten zwei Wochen bin ich auf http://urlaubspostkarte.blogspot.com/ zu finden.

16
Jul

Zeit für den Wechsel

Der Touring ist zugelassen! Nach einer einwöchigen Odyssee von Werkstatt zu Werkstatt wegen eines simplen AU-Stempels kann der Hobel endlich auf die Straße. Es riecht zwar von vorn bis hinten nach Arbeit, aber alleine das entspannte Automatik-Cruisen isses wert. Und ich hab richtig investiert: Neben einer Komplettwäsche gab’s auch eine Tankfüllung.

22
Jun

Hürde 1 genommen…

Der Touring ist getüvt (bzw. gedekrat). Habe ich mir im Vorfeld doch arge Sorgen um die zerkratzte Frontscheibe gemacht, hat diese den Prüfer herzlich wenig interessiert. Ein paar kleine Mängel sind zwar aufgeführt (Koppelstangen v&h, leichter Ölverlust, Leitungen korrodiert), aber bestanden hat er. Auch die AU hat er klaglos hinter sich gebracht. Jetzt fehlt nur noch der Kaltlaufregler und einer Zulassung steht nix mehr im Wege (klar, geht auch ohne, aber man will ja sparen)
Auch das Motorrad ist anstandslos (geringe Mängel: Sitzpolster beschädigt…) durchgekommen, ebenfalls mit komplett unauffälliger AU(K). Weil ich ja eigentlich vielleicht damit zum e34-Ringtreffen wollte, war ich auch noch kurz vor dem betreffenden Wochenende in der Werkstatt zum Vergasersynchronisieren. Nicht wirklich erfolgreich. Die Schraubstutzen vom Vergaser in den Zylinder waren beidseitig locker und mussten neu eingeklebt werden. Das war auch der Grund dafür, dass sie nie richtig gut vom Gas runterkam –> Nebenluft.

Zum ring sind wir aber trotzdem nicht gekommen. Weil Christoph mitkommen wollte und es zudem in Strömen geregnet hat, sind wir auf Christophs Fiat umgestiegen (der auch gerade aus der Werkstatt kam). Kurz vor Hamburg ist dann das Wischergestänge rausgesprungen, bis hinter Hamburg haben wir uns noch getraut, dann sind wir umgekehrt. Nächstes Jahr, nächster Anlauf

21
Jun

Jungs, entlüftet den Kühler ordentlich!

Ich hätte nämlich vorhin fast meine Karre hingerichtet…
Habe heute morgen endlich meinen Nockenwellengeber bekommen, gleich eingebaut (Aua, meine Unterarme!) und zwischendruch mal in den Ausgleichsbehälter vom Kühler geguckt. Ach ja, da muss ein wenig nachgefüllt werden…oh, und der O-Ring am Nockenwellengeber muss neu, gleich mal ausm Lager holen….
Ende vom Lied: Nockenwellengeber eingebaut, Kühler vergessen und losgefahren. Noch über den neuen Rundlauf, die verschwundenen Patscher, die wiedergewonnene Leistung gefreut, Kirsten vonner Arbeit abgeholt, als es dann im Stadtverkehr so verdächtig nach Kühlwasser zu stinken begann. Mir schwante plötzlich Böses…hatte ich den Deckel zugeschraubt?? 😯
Klar, Feierabendverkehr, keine Ecke, wo man mal eben rausfahren kann und nur noch ein-zwei Kilometer bis nach Hause…Zähne zusammen und durch…als ich in unsere Straße einbog, kletterte die Nadel gerade auf den roten Bereich zu…und dann natürlich kein Parkplatz, erst ganz am Ende der Straße… 👿
Nach einer Abkühlphase dann wohltemperiertes Wasser nachgefüllt…oh ja, ist ja nicht viel verlorengegangen…schon wieder voll…Deckel diesmal fest zugedreht.
Abend dann noch zu Heike rübergefahren…und schon wanderte die Nadel wieder Richtung Endstation…Scheiße…wo bleibt das Wasser nur?! ❓
Bei Heike auf der Auffahrt das Auto erstmal schön an den Hang gestellt und fein säuberlich nach Handbuch entlüftet…und siehe da, die Nadel steht wieder brav wie angenagelt in der Mitte..also gut entlüften, Kinder, dann klappt’s auch mit dem Nachtfahr’n!

31
May

HDR-Fotografie

520iHDR1
520iHDR2
520iHDR3
Nur mal ein bißchen mit Bracketing und Photomatix rumgedaddelt…

27
Mar

Fleißig, fleißig…

So dreckige Hände wie in den letzten paar Tagen hatte ich schon lange nicht mehr. Sonntag bei Heike im Haus mitgeholfen, Montag die Treppe abgeschliffen (auch bei Heike) und dann auf dem Rückweg doch etwas gewundert, dass der 5er beim Anfahren immer so in die Knie geht…gerade so…gerade so, als wär die Handbremse angezogen…hmm…schnell mal an die Naben gefasst … tatsächlich. Rechts glühendheiß. Also das Eisessen in Travemünde geschoben und noch mal zurück nach Niendorf und die Bremse komplett zerlegt. Nach exzessivem Reinigen und Gangbar-machen mit der Schraubzwinge alles wieder beim Alten. Und heute ging die Schrauberarie weiter. Nachdem ich schon gestern die Reifen für die GS bestellt hatte, mussten heute natürlich die Räder runter. Bei der Gelegenheit auch ein wenig saubergemacht…und festgestellt, dass die Batterie (gerade mal zwei Jahre alt) endgültig hinüber ist. Über Nacht hängt jetzt die alte USV-Batterie am Lader und wenn die’s morgen nicht packt, muss ich wohl mal eine Kung Long bei Reichelt ordern.
Aber als Ausgleich haben wir heute abend bei Heike auf der neuen Terrasse ein leckeres Eis verputzt (dann steht morgen also Travemünde auf dem Programm)

20
Nov

Whole again!

Wieder ein BMW Party bei Tomekk

Der BMW ist wieder ein BMW. Am Sonnabend habe ich endlich die Niere eingebaut und dem Auto wieder ein Gesicht gegeben. War zwar eine ziemliche Fummelei, das Nierenblech wieder gerade zu bekommen, dafür war der eigentliche Einbau eine reine Plug&Play-Sache.

Streng genommen ist das Auto zwar immer noch nicht ganz fertig, da die Zierleisten hinten rechts noch fehlen, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Außerdem fällt das ja kaum auf. 😀

Gruß auch hier noch einmal an Cristian, den ich mit der zugehörigen MMS leicht verunsichert habe. Im Gegenzug hab ich dann am Telefon ewig gebraucht, um überhaupt zu merken, wer mich da jetzt gerade angerufen hat.

Nebenbei versuche ich nach wie vor, die Ergebnisse der letzten Fotosessions mal in eine präsentable Form zu bringen und dann auch hier auf der Seite zu “featuren”