Archive for the 'Auto + Motorrad' Category

10
Apr

Warum nicht auch mal Eintopf…

Never change a running system. Wie sehr hat sich dieser Satz hier wieder als wahr erwiesen. Da die BMW zum Einstieg in die Saison gar fürchterbar mit dem Ventiltrieb geklappert hat und ich vorher eh schon im Affekt einen Satz einteilige Kipphebelböcke erworben hatte, hielt ich es vor zwei Wochen für eine gute Idee, frisch ans Werk zu gehen. Ein ausreichend feinfühliger Drehmomentschlüssel für die sensiblen Stehbolzen war rasch gefunden.

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Abgesehen von der öligen Sauerei lief auch soweit alles gut. Kipphebel vorsichtig in die Böcke eingeführt, die Nadellager dabei nicht auf dem Boden verteilt und folgend das Axialspiel mit den Distanzscheiben ausgeglichen. Doch beim Anziehen der Muttern , die die Böcke auf den Stehbolzen halten, ist es dann passiert: Bei eigentlich sanften 25 Nm kam mir gleich der erste Stehbolzen entgegen. Groooßartig. Es hat mich arge Beherrschung gekostet, nicht irgendwas mit Schmackes an die Wand oder ins Moped zu schmeißen.

Ventilsteuerung in Einzelteilen

Da der Bolzen nun auch soweit herausstand, dass der Ventildeckel nicht mehr draufging, konnte ich eine vorsichtige Fahrt zum nächstliegenden Spezialisten auch vergessen. Rumgemailt, rumtelefoniert. Siebenrock macht es wohl ordentlich, kann aber nicht abholen. Zum Glück bot eine Kollegin ihr Auto samt Freund und Anhängerkupplung an, noch fix einen Anhänger bei Obi reserviert und nun könnte es theoretisch losgehen.

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Um Geld und Zeit zu sparen, habe ich nun schon mal die ganze Vorarbeit geleistet: Stehbolzen raus, Zylinder gezogen (Kolben kann nach Entfernung des Kolbenbolzens drinbleiben). Und dabei auch gleich die Ursache fürs Malheur gefunden: Der Vorbesitzer hatte anscheinend schon einmal an derselben Baustelle herumgefuhrwerkt und seine grobschlächtigen Spuren mit einem Helicoil-Einsatz vertuscht. Hoffentlich ist nun noch genug Futter für eine TimeSert-Buchse, sonst habe ich da einen schönen Haufen Kernschrott herumstehen.

Der Übeltäter

08
Apr

Wisch und weg…

Der Zustand meiner Scheibenwischer hat mich bereits seit Erwerb dieses Autos umgetrieben. Knapp anderthalb Jahre wischten sie zwar zuverlässig, aber arg langsam. Dann machte es eines schönen Tages “klonk!” und auf einmal wischten sie ansatzweise mit normaler Geschwindigkeit. Wurde es draußen jedoch kälter, fiel die Geschwindigkeit gleich wieder spürbar ab. Das ging dann soweit, dass es in diesem Winter Tage gab, an denen ich dem Regen schutzlos ausgeliefert war.

Die Hausmittelchen (Nähmaschinen-Öl, WD-40) halfen immer nur zeitlich begrenzt, vor allem, wenn der Wischer danach nicht gefordert wurde. Saß er dann richtig fest, bewegten sich die Arme auch bei händischer Unterstützung nicht.

Tenor im BMW-Forum: Schrott. Austauschen. Neuteil 267 € + MwSt., bruhaha! Nö, damit finde ich mich nicht ab. Es muss doch auch anders gehen. Bei einer ausgiebigen Suche stolpere ich eher zufällig über ein Forum, dass sich mit dem VW Sharan und seinen Ablegern befasst. Und siehe da: Die haben auch ein Bosch-Wischergestänge mit ähnlicher Konstruktion und ähnlichen Problemen. Abhilfe dort: Schmiernippel einbauen.

Nach einer glücklicherweise funktional überstandenen Heimfahrt habe ich dann Nippel mit Köpfen gemacht:

DSC01299 Wischergestänge raus. Schon genug Arbeit. Man denkt ständig “Jetzt müsste es passen!” und dann muss man doch noch ein Teil mehr ausbauen. Die Lüfterabdeckung. Den Wischermotor. Und dann auch noch in direkter Nähe zur Windschutzscheibe mit einem Montiereisen das ganze Geraffel vorsichtig aushebeln.

DSC01300 Auf den Bildern sieht man es leider nicht, aber die Achsen, auf denen die Wischerarme sitzen, waren ziemlich runtergerockt. Die Chromschicht, die sie eigentlich in den Buchsen des Gestängeträgers leicht laufen lassen soll, war stellenweise abgeplatzt und unterrostet. Die Buchsen selber riefig. Mit viel Gefühl und Sandpapier dann einigermaßen wieder zurechtgefeilt.

DSC01301 Nun kam der Fun-Part: vorsichtig Bohrungen setzen, Gewinde schneiden und die Nippel mit einer ausreichenden Zahl an Distanzscheiben einschrauben. Auf der Beifahrerseite musste ich allerdings tricksen: Die Stelle, an der der Schmiernippel sitzen muss, überschneidet sich mit dem Auflageteller. Kurz überlegt, Feile geholt, nochmal überlegt, Feile angesetzt, ein weiteres Mal überlegt und dann weg mit dem Huckel. Soviel trägt es da ja nicht.

DSC01302 Zuguterletzt noch ordentlich Druck mit der Presse gegeben (“Bis frisches Fett austritt”) und das ganze Gerödel wieder eingebaut. Die Wischer laufen jetzt wie auf Speed. Ich hoffe nur, beim nächsten Schmierdienst komme ich auch einigermaßen unkompliziert an die Nippel.

Aber hoffen wir das nicht alle?

25
Jan

Mit dem Toyota durch Tunesien…

Die Resteverwertung geht weiter. Hier mein Reisebericht aus dem November 2004: Tunesien im Schnelldurchlauf

Sand...jede Menge Sand.

Den Artikel findet Ihr hier: Die Einstiegsdroge

Ich werde mit der Zeit auch noch ein paar weitere Fotos zu den jeweiligen Artikeln hochladen, die dann im jeweiligen Set bei Flickr zu finden sein werden.

22
Nov

California Highway Patrol…

Ich stand Chip-Tuning bislang sehr skeptisch gegenüber; habe ich doch selbst erlebt, wie ein für teures Geld gechipptes Auto nicht einmal die Serienleistung abwarf.

Gleichwohl habe ich aber mit der Zeit auch erkannt, dass im Toleranzbereich eines Motors durchaus Potenzial steckt, das auf dem Altar der Geräusch-, Emissions- und anderer aufoktroyierter Werte geopfert wird. Potenzial, das weniger für überbordende Leistung, denn für bessere Fahrbarkeit genutzt werden kann.

Aufgrund einhellig guten Feedbacks im e34-Forum und eines wohlfeilen Preises habe ich nun tatsächlich mal eine solche Kennfeldoptimierung (Chip-Tuning klingt so nach Hinterhof) bestellt und verbaut.*

So ein PROM ist eigentlich recht unscheinbar. 28 Beinchen und nicht viel größer als eine Briefmarke.

Conny-Chip

Haarig wird’s erst beim Einbau. Für diesen muss das Steuergerät ausgebaut, aufgeschraubt und teilzerlegt werden. Der kniffligste Teil daran ist das Trennen der beiden Platinen (währenddessen klingelte natürlich das Telefon), die mit Gefühl und sanfter Gewalt voneinander gelöst werden müssen. Das man dabei mit Schraubenziehern hantiert, macht die Sache nervlich nicht einfacher. Irgendwann macht es dann “Knack!” und man hat beide in der Hand

Steuergerät geöffnet

5 Min. später, der Pulsschlag hat sich wieder beruhigt, kann dann die Schutzabdeckung (Kreis) des eigentlichen Chips entfernt werden, das vorsichtige Heraushebeln des Serienchips und das Einsetzen des optimierten sind dagegen sehr einfach. Danach alles wieder zusammenschrauben und fertig.

Steuergerät Platinen

Tief luftholen…den Schlüssel rumdrehen…und entspannen. Läuft. Ich konnte noch nicht auf die Teststrecke, aber vom Gefühl her ist das Ansprechverhalten deutlich besser. Ob es sich dabei um einen reinen Placeboeffekt handelt, werden die Messwerte zeigen.

Serienkennfeld “Conny-Chip”
0-100 km/h 11,4 s
60-100 km/h 7,2 s
80-120 km/h 9,6 s

*Disclaimer: Die hier vorgenommenen Änderungen sind ausschließlich für Showzwecke und nicht für den Einsatz im Geltungsbereich der STVO gedacht. Alle Messwerte wurden auf einer abgesperrten Strecke ermittelt.

07
Jun

Ding gedreht…

Consider it done…

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Nach ein paar Tagen verschlungener Postwege ist die gedrehte Kühlerstutzenprothese heute endlich angekommen. Und wie hübsch sie ist. Eigentlich viel zu schade zum Einbauen.

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Rasch noch in den Baumarkt, 2K-Epoxidharz-Kleber (fand ich als Kind schon spannend) und noch einen Nippelspanner (sorry, heißt wirklich so) fürs Fahrrad besorgt und die Bastelstunde konnte beginnen.
Und da muss ich mir doch selber auf die Schulter klopfen. Das nach meinen Messungen exakt angefertigte Rohr passte saugend-schmatzend in den kümmerlichen Rest des Kühlerstutzens. Man könnte glatt auf den Kleber verzichten. Schnell noch die Bruchkante begradigt, den Kleber frisch angerührt und das Teil eingepasst. Jetzt muss es nur noch knapp zwölf Stunden aushärten und dann dürfte das Auto wieder langstreckentauglich sein. Am Donnerstag hatte ich ja bereits die neue Viskokupplung und die Lüfterzarge montiert (wobei die Lüfterzarge aufgrund meiner Grobmotorik etwas gelitten hat).

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Noch ‘ne Baustelle: Letztes Wochenende habe ich mir mit kühler Hand ein Fahrrad bei eBay ersteigert. An sich schon fahrbereit, missfiel mir doch arg die mit billigen Dunlopventilen bestückte Schmalspurbereifung. Also flugs zum Baumarkt geeilt (die geneigten Fahrradritter mögen es mir verzeihen) und dort propere 1,75″ breite Decken samt Schläuchen mit praxisgerechten Autoventilen erworben. Eigentlich hätte ich gerne noch breitere Decken gehabt, aber zum Glück kam mir die Ungeduld dazwischen. Wie ich nämlich im heimischen Keller feststellte, passten die gekauften Reifen gerade mal so in den schmalen Rahmen. Das erste Aufpumpen am Tankstellenpustefix ging auch gleich mächtig in die Hose. Bei mutigen 5,5 bar zogen sich die Schläuche knallend aus der Affäre. Also nochmal von vorne, diesmal etwas ziviler bedrückt. So weit, so gut. Die Breite ginge gerade so in Ordnung, wenn nicht das Hinterrad so einen lästigen Schlag hätte.
Deshalb heute den lustigen Nippelspanner requiriert, Speichen zurechtgezogen und jetzt läuft das Hinterrad so là là. Hoffentlich halten das dann auch die Speichen aus…

15
Mrz

Auf dem Weg zum Klassiker…

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Gestern trugen mich meine Füße und die Stuttgarter S-Bahn zum Messegelände. Gerade finden dort die Retro Classics statt, eine der größten Old- und Youngtimer-Messen in Deutschland. Doch nicht nur das schnöde Schauen stand mir im Sinn, nein, auch sollte gehandelt werden. Der BMW E34 steht an der Schwelle zum Klassiker-Dasein (Nicht vergessen: die ersten Exemplare sind schon fast 22 Jahre alt) und so soll nun aus dem E34-Forum ein Weg auf die Messen und ins kollektive Klassikerbewusstsein geebnet werden.

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Da eine klassische Vereinsgründung durch die bundesweite Verbreitung der Forenmitglieder und die eher junge Klientel nicht in Frage kommt, wird wohl vorerst eine Speerspitze von 5-10 Teilnehmern das hehre Ziel verfolgen und die ganze Sache als IG hochziehen. Erste Kontakte zur E12/E28-IG wurden geknüpft, Konzepte zum Anschluss an die von BMW anerkannten Gruppierungen vorbereitet, jetzt geht es um die Organisation. Ein Name, ein Logo müssen her, Richtlinien für Ausstellungsautos (Originalitätsgrad, Motorisierung etc) aufgestellt werden und mit etwas Glück sind wir nächstes Jahr mit von der Partie.

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13
Aug

Tauschen?

Jetzt habe ich mich wohl lange genug um neue Posts im Roadblog gedrückt. Und welch’ schöneren Anlass als ein Auto gäbe es wohl, um wieder einzusteigen…

Olds Custom Cruiser Olds Custom Cruiser II Olds + Bimmer

Ein Oldsmobile Custom Cruiser der ersten Generation (1971-1977), 455cui (7,4 Liter), Leistung irgendwo (baujahrabhängig) zwischen 185 und 275 SAE-PS und einer wunderbaren Heckklappe: die Glasscheibe verschwindet oben im Dach, während die untere Klappe unter den Ladeboden fährt. Die wirklich wichtigen Extras sind bereits an Bord: Automatik, Klima, Leder, alles elektrisch, Gasumrüstung (Heckfoto klicken!) und Anhängerkupplung (dito). Ich hätte ohne Wenn und Aber vom Fleck weg gegen den BMW getauscht. Nur eins macht mich etwas wuschig: Ich will nicht wissen, was das Ersetzen einer der hinteren Seitenscheiben kostet…

Olds Seitenteil Olds Heck
20
Jul

Retrograde Posterie

Huuuuuu! Dieser Beitrag kommt aus der Zukunft. Er wird erst am 23. Juli geschrieben werden!

Mittlerweile sind die Kreuzspeichen auf dem Touring gelandet. Dank tatkräftiger Hilfe von Tobi ging das Rundwechseln recht fix. Faszinierend, wie schnell die schnieke Limousine dank der Radkappen-Stahlfelgen komplett ranzig aussieht. Der Touring sieht entsprechend gleich viel besser aus, liegt auch satter auf der Straße, nur die leichte Hüftschwäche versaut die elegante Linie. Da muss noch was passieren.

Fuhrpark Kreuzspeiche auf Golf Tobi liebt BMW Aussitzen

So, dann verabschiede ich mich erstmal in den Urlaub, d.h. für die nächsten zwei Wochen bin ich auf http://urlaubspostkarte.blogspot.com/ zu finden.

16
Jul

Zeit für den Wechsel

Der Touring ist zugelassen! Nach einer einwöchigen Odyssee von Werkstatt zu Werkstatt wegen eines simplen AU-Stempels kann der Hobel endlich auf die Straße. Es riecht zwar von vorn bis hinten nach Arbeit, aber alleine das entspannte Automatik-Cruisen isses wert. Und ich hab richtig investiert: Neben einer Komplettwäsche gab’s auch eine Tankfüllung.

22
Jun

Hürde 1 genommen…

Der Touring ist getüvt (bzw. gedekrat). Habe ich mir im Vorfeld doch arge Sorgen um die zerkratzte Frontscheibe gemacht, hat diese den Prüfer herzlich wenig interessiert. Ein paar kleine Mängel sind zwar aufgeführt (Koppelstangen v&h, leichter Ölverlust, Leitungen korrodiert), aber bestanden hat er. Auch die AU hat er klaglos hinter sich gebracht. Jetzt fehlt nur noch der Kaltlaufregler und einer Zulassung steht nix mehr im Wege (klar, geht auch ohne, aber man will ja sparen)
Auch das Motorrad ist anstandslos (geringe Mängel: Sitzpolster beschädigt…) durchgekommen, ebenfalls mit komplett unauffälliger AU(K). Weil ich ja eigentlich vielleicht damit zum e34-Ringtreffen wollte, war ich auch noch kurz vor dem betreffenden Wochenende in der Werkstatt zum Vergasersynchronisieren. Nicht wirklich erfolgreich. Die Schraubstutzen vom Vergaser in den Zylinder waren beidseitig locker und mussten neu eingeklebt werden. Das war auch der Grund dafür, dass sie nie richtig gut vom Gas runterkam –> Nebenluft.

Zum ring sind wir aber trotzdem nicht gekommen. Weil Christoph mitkommen wollte und es zudem in Strömen geregnet hat, sind wir auf Christophs Fiat umgestiegen (der auch gerade aus der Werkstatt kam). Kurz vor Hamburg ist dann das Wischergestänge rausgesprungen, bis hinter Hamburg haben wir uns noch getraut, dann sind wir umgekehrt. Nächstes Jahr, nächster Anlauf




Random Quote

Depressing teenagers is like shooting fish in a barrel.

Wie? Ach so. Ja, irgendwas mit Tagen…

Februar 2012
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