Radio-Moderatoren (und zwar für ihren ostentativen Frohsinn und die nervige Angewohnheit, Informationen als “News” zu verkaufen, die ein halbwegs gebildeter Schimpanse schon vor einer halben Woche im Netz hätte lesen können. Um diesen Umstand zu betonen, befleißigen sich die akustischen Grinsekasper in der Regel des kleinen Abtönungspartikels “ja”, wie z. B. in “Gérard Depardieu hat ja in ein Flugzeug gepinkelt”)
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Fleischfressende Pferde…
Es ist doch leicht verwirrend, wenn ein Pferd den Namen Diomedes trägt. Jener Diomedes (bzw. einer von den diversen, die die griechische Mythologie kennt), Sohn des Kriegsgottes Ares, stach besonders dadurch hervor, dass er vier Pferde (soweit noch ganz in Ordnung) sein Eigen nannte. Interessantes Feature dieser “Rosse des Diomedes” war der Speiseplan, nährten sich diese vier doch von Menschenfleisch. Und jetzt der Knackpunkt: Laut einer der vielen Herakles-Sagen löste Herakles nämlich seine 8. Aufgabe, indem er den guten Diomedes seinen eigenen Pferden zum Frühstück auftischte. Also wirklich ein etwas ungewöhnlicher Name für ein Pferd…
Knabbern wollte er aber dann doch nicht…das Gras war da viel interessanter und schmackhafter.
Diomedes wird hier wahrscheinlich noch einmal auftauchen, dann soll es auch etwas mehr Action geben.
Staying alive…
Es war eine Idee, die sich beim mittäglichen Kantinengang herauskristallisierte: Lasst uns doch noch mal einen Erste-Hilfe-Kurs machen. Schließlich war der Führerschein bei allen schon mindestens 10 Jahre her, allenfalls geisterten noch Schlagworte wie “stabile Seitenlage” oder “Druckverband” durchs Hirn.
Also Termin geklärt, Finanzierung geklärt und ab zur Johanniter-Unfallhilfe. Es sollte sich als überaus humorige Sache erweisen. Ob nun Kollegen bei der stabilen Seitenlage unsanft aufs Gesicht fallengelassen wurden oder die Eindrucktiefe bei der Herzdruckmassage mit “Bis wieder Grund kommt?” vermutet wurde, bisweilen war die Ernsthaftigkeit auch mit der Lupe schwer zu finden…
Und wer einmal altklug behauptet hat, man müsse für den richtigen Rhythmus einfach nur im Kopf “Stayin’ alive” von den Bee Gees laufen lassen, der möge mir mal erzählen, wie man dabei noch bis 30 zählen soll.
Am Schluss war es auf jeden Fall ein gutes Gefühl, die ganze Sache mal wieder aufgefrischt zu haben. Man weiß zwar irgendwo in den hinteren Windungen des Hirns genau, was man zu tun hat, aber das Herausholen ist das Knifflige.
E = mc²
Herrjeh … bannig zwei Monate ist mein letzter Post alt. So geht das natürlich nicht (auch nicht, wenn man meine Hinterlassenschaften in der Urlaubspostkarte mitrechnet).
Doch mein letztes Fotoshooting ist eigentlich der geeignete Aufhänger, um mal wieder in die Blogosphäre einzusteigen. Hintergrund: das Anteils-Pferd (Einstein) zieht um, die Kollegin (Christine) bleibt hier. Also wagt Jochen sich nach Jahren der skeptischen Abstinenz mal wieder in die Nähe eines Pferdes, um ein paar schöne Erinnerungsfotos zu schießen. Wir hatten früher mehrere Unpaarhufer im Garten, aber nachdem mich ein paar Jahre später ein Pony mal ins Knie gezwickt hatte, sah ich die großen Vierbeiner eher mit einer leichten Unentspanntheit.
Ich war überrascht. Nach kurzer Zeit bestand meine einzige Sorge nur noch aus der Furcht davor, vom gerade leicht triefnasigen Einstein vollgeschnoddert zu werden. Und wie man den Fotos entnehmen kann, ist er nicht wirklich klein.
Wenn Wetter und Zeit mitspielen, gibt es in Kürze noch einen kleinen Nachschlag mit “richtigem Reiten”.
Angesichts der aktuellen Hitzewelle kann man eigentlich nur apathisch darauf warten, dass endlich der Strandurlaub in Sicht kommt.
Und dazu gehören für mich ein paar Filme, die das Blau des Meeres und die brennende Sonne mit Abstand am glaubhaftesten vermitteln.
Allen voran der Film, ohne dessen jährliche Verköstigung ich gar nicht in den Urlaub starten kann. Weitere Erklärungen unnötig:
Der weiße Hai (Jaws), 1975
Pflichtprogramm für jeden angehenden Segler, mit einer noch naturbelassenen Nicole Kidman, einem wie immer bestechenden Sam Neill und einem intensiven Billy Zane:
Todesstille (Dead Clam Calm), 1989
Und last but not least der vielgescholtene, aber optisch sehr eindrucksvolle “Edsel der Filmgeschichte”. Großartig daran vor allem die Intensität der Farben, der Trimaran und eine ans Absurde grenzende Performance des großen Dennis Hopper:
Waterworld, 1995
Yee-Ha! Ab Juli gibts Top Gear auf Kabel 1…im O-Ton mit Untertiteln!
Maße, die auch RTL-Zuschauer verstehen:”Der Ölteppich ist jetzt ungefähr 3 mal so groß wie Mallorca.”
Der W124-Newsletter
Es begann mit einer einfachen Mail, an die zwei Fotos angehängt waren…
Moin!
Die gewohnt natürliche Gelassenheit eines Mercedes-Benz W124 lässt den Fahrer das hektische Verkehrstreiben um ihn herum nur am Rande Wahrnehmen und hält ihn souverän auf Abstand. Deshalb findet der folgende Werbeslogan von Mercedes durchaus seine Berechtigung!
Vergrößern Sie Ihren Sicherheitsabstand schon beim Autokauf.
Motiv: E-Klasse-T-Modell der Baureihe 124,
Anzeige Springer & Jacoby, 1993
Gruß
Pivko
Oh oh, gabs da an der Front Knirschi knirschi???
Aber schick isser ja!
Glückwunsch an den Benz-Fahrer!
P.S. Bitte nicht nur den Sicherheitsabstand halten, auch das Rechtsfahrgebot beachten! Die linke Spur ist ja grundsätzlich für sportliche BMW-Fahrer reserviert!
Gruß, Opa
Moin,
bei der Ablichtung des Mercedes-Benz handelt es sich nicht um ein Unfallfahrzeug. Dieser fälschliche Eindruck ist auf die schlechte Aufnahmequalität der Kamera zurückzuführen.
Des Weiteren sind diese Unkenrufe aus dem BMW-Lager, von denen ein Großteil der Zugehörigen den eigenen Wagen schon so geknirscht haben, dass das Fahrzeug bis zur B-Säule Falten schmeißt, mehr als fraglich. Auch lassen die Schadensbilder an Automobilen aus dem Hause BMW vermuten, dass es sich entweder um äußerst wüst agierende Fahrer, oder eben einfach um sicherheitstechnisch nicht „zuendegedachte“ Kraftfahrzeuge handelt. Dies sind Dinge, die auf den Mercedesfahrer eher befremdlich wirken und regelmäßig Mitleid hervorrufen, wenn wieder einmal ein BMW-Fahrer rechts am Straßenrand gesichtet wird.
Sollte dennoch einem Mercedes-Fahrer einmal ein Missgeschick unterlaufen und beispielsweise einen BMW von der linken Spur schieben, sind die Schadenaufnahmen am Mercedes meist kurz und mit der Feststellung, dass das Kennzeichen verschmutzt ist, abgetan. So sind die Schäden dann auch schnell und kostengünstig bei der nächsten Fahrzeugwäsche aus der Welt geschafft und verschlingen nicht unzählige tausend Euro, wie bei BMW üblich. Unnötig zu erwähnen, dass die Reparaturen an BMW meist den Zeitwert übersteigen und dann in Hinterhofwerkstätten notdürftig zusammengeflickt werden und so ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Allgemeinheit darstellen.
Es war mir ein Anliegen diesen Sachverhalt korrekt darzustellen und verbleibe mit freundlichen Grüßen…
Pivko
Dieser Meinung kann man sich bedenkenlos anschliessen! Auch wenn ich vorher, was mich heutzutage eher zutiefst beschämt, auch ein Fahrzeug der Marke BMW fuhr, ist das, was Herr Maelzer hier zum besten gibt, sehr zutreffend und bestätigt meinen Fabrikatswechsel zum Stern jeden Tag aufs neuste. Und dass es dann zu so unsportlichen Unfällen auf der Autobahn kommt, liegt eher an der “Reserviertheit” der BMW-Fahrer und deren, nach ihrer Meinung beanspruchten linken Spur, da auch der versierteste MB-Fahrer wohl nie damit rechnen würde, daß der BMW vor ihm auf der linken Spur krampfhaft versucht die 60 km/h-Grenze zu überschreiten, damit er sich wenigstens legal auf der Autobahn bewegt.
Gruß
Chef
Sehen wir das Ganze doch mal von der sachlich/emotionalen Seite:
Wo der gemütliche Mercedes-Chauffeur sein Augenlicht mit den gelblich-ausgeblichenen Zeiger seiner Instrumententafel strapaziert, deren zugegeben klares Erscheinungsbild dennoch vom Hersteller nicht als adäquat für folgende Modellreihen erachtet und für modisch blinkende Kaspertheater ohne Informationsgehalt begraben wurde, ja, da erfreut sich der sportliche Herrenfahrer an klaren Chronometern, deren zeitlose Pragmatik in den letzten 30+ Jahren nicht angerührt werden musste und die vor allem Drehzahl nicht schnöder Geschwindigkeit unterordnen.
Das mag natürlich auch daran liegen, dass die schwäbischen Sparfüchse möglichst jeden Hinweis auf den kurzlebigen Explosionsmotor verschleiern wollen, der verschämt schon nach fünf Jahren durch einen nicht minder durstigen Vierventilableger beerbt wurde.
Im selben Sinne wird durch eine komfortable Gesamtauslegung wirkungsvoll vertuscht, dass das indifferente Fahrwerk ungefähr die Zielgenauigkeit von Vico Torriani nach dem Genuss zweier Flaschen Danziger Goldwassers und die Rückmeldung eines von der roten Flut überrannten Vorpostens an der Ostfront bietet. Wenigstens kann man am überdimensionierten Lenkrad die Katzen zum Trocknen aufspannen, denen man aus Angst um den Verlust des Asphaltes unter den Rädern nicht ausweichen konnte.
Des Sparfuchses häßliche Fratze blitzt erneut auf, wenn man sich die mechanische Konstruktion vor das geplagte Auge hält. Die von verblendeten Zauselbartträgern hochgelobten nachstellbaren Radlager verdanken ihre Existenz beileibe nicht der Nachhaltigkeit der Konstrukteure, sondern sind schlicht der Tatsache geschuldet, dass beim Erreichen des Austauschzeitpunktes die Wagenheberaufnahmen und Fahrschemelträger dermaßen durchgefault sind, dass die Hebebühne die Schweller erst bis zur Türunterkante eindrückt und dann beim Verlassen des sicheren Bodens die Hinterachse krachend und rostbröselnd das Weite sucht.
Der BMW-Fahrer hingegen gibt sich nicht mit erbsenzählerischer Bastelei an sicherheitsrelevanten Bauteilen ab, sondern ersetzt gleich das malade Bauteil durch ein hochpräzises Neulager, welches ihm für viele weitere Kilometer das souveräne Mitbestimmen im Straßenverkehr ermöglicht.
Viele Grüße
Jochen Hörcher
Hört, hört,
die BMW-Fahrer scheinen mit den Rollbrettern unter ihren reparaturbedürftigen Kaleschen hervor gehuscht zu sein.
Aber wo wir schon dabei sind, wollen wir doch die, durch Verschiebung der geistigen Wahrnehmung hervorgerufene, Trübung des Blickes einiger hier schreibender BMW-Fahrer korrigieren. Womit nicht gemeint ist, die wild umherschlingernde Fuhre durch heftige Links-/Rechtsbewegungen am viel zu kleinen Sportlenkrad wieder einzufangen, so wie es der BMW-Fahrer im Allgemeinen gewohnt ist. Hierin ist auch ein weiteres Qualitätsmanko der münchener „Sportschmiede“ begründet, nämlich das durch ständige Kurbelei am Volant hervortretende Trägermaterial der – wenn überhaupt – Lederlenkräder.
Doch der BMW-Fahrer empfindet trotzdem Freude am Fahren seines Fortbewegungsmittels und richtet seinen Blick in eine bernsteinschimmernde Plastiklandschaft. Diese aus der Vergangenheit übriggeblieben Relikt der eigentlichen Kompetenz des Hauses BMW soll auch nicht zur Beruhigung des hektisch agierenden BMW-Fahrer beitragen, sondern ihn vielmehr auf den sicherlich kurz bevorstehenden „Abflug“ vorbereiten. Der Fahrer eines Mercedes-Benz hingegen kann sich entspannt zurücklehnen und die in Vitrinen-Atmosphäre bereitgestellten wichtigen Informationen ablesen. Sinnvoller Weise wurden die Geschwindigkeitsbereiche durch gelbe Schraffuren markiert, in denen der sportliche Mercedes-Fahrer mit Blockaden der linken Autobahnspur durch BMW-Fahrer zu rechnen hat. Hierdurch bedingt musste zum einen die Größe des Drehzahlmessers reduziert und zum Anderen die sportliche Platzierung einer, der Verkehrssicherheit zweckdienlichen Variante weichen. Ohnehin sind höhere Drehzahlen kaum noch zu erreichen, da ein vermehrtes Auftreten von BMW-Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen zu verzeichnen ist.
Tollkühn vermute ich, dass dies auf die Billig-Preis-Politik des Münchener Herstellers zurückzuführen ist und so in gewissen sozialen Schichten der Bevölkerung den Absatz findet.
Mit freundlichem Gruß
Pivko
Hui, unheimlich. Da hab ich den touring nun schon seit fast drei Jahren und seit heute abend geht auf einmal die Beleuchtung vom Schiebedachschalter…
fragt sich: Werden wir die letzte Generation sein, die durch Cartoons an klassische Musik und ihre Feinheiten herangeführt wurden?















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