31
Mar

Von Fähren und Bären

Rock'n'Range RoversUnser einheimischer Guide Paul trifft es auf den Punkt. „It’s prescout!“ Wir stehen schon wieder vor einem „Durchfahrt verboten“-Schild. Mich wundert nichts mehr, mein Gepäck steht schließlich auch noch in Frankfurt.

Prescout, da heißt, bevor ausgewählte Abenteurer und später zahlende Kundschaft durch die Wildnis British Columbias reisen dürfen, müssen erst Strecke, Übernachtungen und alle anderen unwägbarkeiten erkundet werden. Wir stehen jetzt in der Mitte der Tour, haben auf der South Thompson Ranch in Kamloops die Teams gewechselt und wollten heute eigentlich durch ein Indianerreservat in Richtung Clinton fahren. Aber eben dieses Reservat verbietet unter Androhung bösester Konsequenzen jegliche Durchfahrt und so müssen wir auf den ungeliebten Freeway ausweichen. Doch schon nach kurzer Strecke findet unser Tour-Chef und Berufsabenteurer Dag Rogge eine schön unwegsame Forest Service Road. Weiter geht es über die Service-Schneise einer Gas-Pipeline, bevor wir etwa gegenMittag zur ersten Aufgabe gelangen- Später sollen hier die Teilnehmer einen Geländeparcours mit einer bestimmten Durchshcnittsgeschwindigkeit fahren. Wir testen und finden heraus, dass die Vorgaben etwas weltfremd geraten sind. „It’s prescout!“
Gut, die Änderungen sind verzeichnet, aber wir müssen uns sputen: Gegen 18:45 Uhr macht die Fähre am Fraser River Feierabend und der Fährmann soll nicht eben freundlich sein.

Schnell in Clinton die Tanks aufgefüllt und weiter. Die Benzinpreise liegen etwa auf der Hälfte der deutschen Preise, was für die Kanadier schon unerhört teuer ist. Egal, denn Dieselfahrzeuge von Land Rover gibt es in Kanada nicht. So besteht unser Konvoi aus mehr oder weniger großvolumigen Benzinern. Dag und Claudia fahren einen mit Navigations- und Computertechnik vollgestopften Freelander V6, der rest der Organisationsmannschaft verteilt sich auf „Disco Küche“ und „Disco Foto“ mit 4,6-Liter-V8-Motoren aus dem alten Range. Wir Teilnehmer sind kommoderweise in zwei Range Rover 4.4 V8 untergebracht. Bei den späteren Reisen wird der Hauptanteil der Truppe aus Freelandern bestehen.

Es wird 18:30 Uhr und die Fähre ist noch nicht in Sicht. Die Schotterstraße hinunter in den beeindruckenden Fraser Canyon ist eng und mit unübersichtlichen Kurven gespickt, am äußeren rand geht es direkt in die Tiefe. Im Foto-Disco lehnt sich Thomas Grimm dennoch halsbrecherisch aus dem Fenster, um die besten Bilder zu schießen.

Abstieg zum Fraser River19:00 Uhr. Wir sind am Fluss, die Fähre ist gerade auf dem Rückweg zu unserem Ufer. Der Fährmann versteckt sein Gesicht hinter Sonnenbrille und Nikolausbart und scheint kleine Kinder zum Frühstück zu fressen. Mit einem mulmigen Gefühl fragen wir den „Grumpy Old Ferryman“, ob er uns nicht vielleicht doch noch übersetzen könne. Am Ende der Überfahrt wissen wir, dass er und sein Bruder sich zweiwöchentlich ablösen, in der Freizeit nach Vancouver fahren und dies schon ihre zweite Fähre sei. „Das hab ich noch nie erlebt“, wundert sich Paul, als wir später direkt am Flussufer die Zelte aufbauen, „so gesprächig war der in den letzten zwölf Jahren nicht!“

Küchenvirtuose und Camel-Trophy-Veteran Stefan zaubert ein vorzügliches Abendessen auf dem Gasgrill und nach einem letzten Glas Wein a, Lagerfeuer krabbeln wir übermüdet in die Zelte. Am nächsten tag stehen Höhenmeter auf dem Programm. Direkt aus dem Fraser Canyon schrauben wir uns auf den Forststraßen bis in 2000 Meter Höhe zum Gipfel des China Head Mountain. Wir fahren ständig in der Untersetzung, an einigen Stellen geht es nicht ohne Einweiser und dennoch fahren sich ein Disco und der Freelander fest.

Hier oben liegt auch im Juni noch Schnee und an Winterreifen hat keiner gedacht. Also Spaten und Winde klarmachen, Bergegurte werden ausgerollt und nach einer halben Stunde ist alles wieder fahrbereit. Im nächsten Tal gibt es eine kleine Pause, bevor wir uns mit dem Poison Mountain an einen weiteren Zweitausender wagen. Dag schaltet jetzt das Funkgerät auf die Holzfäller-Frequenz, denn ohen Absprache kann es leicht passieren, dass hinter einer Kurver plötzlich ein 80 (!) Tonnen schwerer Holz-Truck auftaucht. Ohne derartige Zwischenfälle erreichen wir die Tyax Lodge. Mein Gepäck hat es in der Zwischenzeit noch nicht hierher geschafft. „It’s prescout!“ ist alles, was mir dazu einfällt. Die Lodge ist der erfüllte Lebenstraum von Gus Abel. Der Hamburger hängte irgendwann seine Kapitänsmütze an den Nagel und baute mithilfe von einigen Investoren die größte freistehende Holzlodge Kanadas. Hier wartet die nächste Special Task auf die Teilnehmer: Aus vorgesägten Baumstämmen muss ein Floß gebaut und damit der See überquert werden. Zurück geht es mit dem Kanu, dann folgt noch eine Strecke mit dem Fahrrad. Die Sportfreaks müssen das natürlich gleich ausprobieren. Fotograf Thomas, Kollege René und ich dagegen eintern eins von Gus‘ Mietbooten und tuckern hinterher. Mitten auf dem See geht uns der Sprit aus, Thomas darf rudern. Dass in den Booten grundsätzlich ein Reservekanister liegt, merken wir nicht.

Nach dem Essen entspannen wir und im 40 Grad heißen Jacuzzi unseres Chalets. Da die Lodge ständig ausgebucht ist, konnte Gus diese kleinen Häuschen rund um das Haupthaus errichten lassen. Nur sollte man nachts nicht unbedingt zwischen den Cahlets hin und her laufen., wie den anderen teilnhemern ein Schwarzbär in Gus‘ Garten zeigt. Völlig unbeeindruckt von den glotzenden Leuten im Wohnzimmer turnt er auf dem Gartengrill herum.
Bear On The RunDer nächste Tag ist dem Gold verschrieben. Von Tyax aus geht es über Gold Bridge nach Bralorne. Indem beschaulichen Städtchen wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tonnenweise Gold gefördert. Als dann Ende der 50er-Jahre die Funde ausblieben, übernahmen Hippies die ehemalige Arbeitersiedlung am Hang. Doch schon 1970 verließen auch sie die Häuser, von denen heutzutage fast nur noch trümmer zu finden sind. Die kleinen glänzenden Nuggets, die Claudia am Fluss findet, entpuppen sich leider als Katzengold. Weiter unten im Tal wird allerdings seit kurzem wieder nach Gold geschürft.
Einige Meilen weiter sitzt dann tatsächlich ein leibhaftiger Bär auf der Piste. Wir fahren langsam heran. Der Bär dreht sich kurz um, wendet sich wieder ab. Dann scheint der Groschen zu fallen, er dreht sich erneut um und ergreift im Schweinsgalopp die Flucht. Weg ist er.
Weiter geht es vor einem atemberaubenden Bergpanorama, oben liegt auch wieder Schnee. Gebannt von der Landschaft rauschen wir fast in eine Straßensperre: Hier wird mit einer Seilbahn Holz gerückt. Ein Arbeiter mit einer meterlangen Kettensäge winkt uns durch, wir können die Fahrt ins Tal fortsetzen. Unser Etappenziel heißt Pemberton, doch die Gegend sieht aus, als wäre man im Zillertal gelandet. Saftig grüne Wiesen und hohe Berge mit schneebedeckten Gipfeln liegen beiderseits der Straße. Pause zum Tanken und Eis essen. Von Pemberton ist es nur noch ein Katzensprung bis zum idyllischen Campingplatz am Harrison Lake.
Auch diese Einrichtung ist fest in europäischer Hand: Jakob kommt aus Holland und ist irgendwann hier hängengeblieben. Kein Wunder, bei diesem berauschenden Seeblick. Für das letzte Essen in der Wildnis gibt Stefan seinem Grill noch einmal richtig die Sporen. Fisch und Fleisch munden vorzüglich, am Lagerfeuer gibt es noch Marshmallows und ein bisschen traurig ist jeder, dass es morgen schon nach Vancouver zurückgeht. Aber Dag muntert uns auf: Es soll auf dem Weg noch eine ahmmerharte Offroad-Prüfung geben. In der Nacht haben wir erstmals schlechtes Wetter, doch als ich morgens nach dem Reißverschluss des Zeltes greife, hört der regen schlagartig auf. Gutes Timing.
HolztruckDie Zelte werden notdürftig getrocknet, wir müssen früh los. Für das Holzfällercamp bleibt kaum Zeit, auch wenn wir uns zu gerne das Heli-Logging ansehen würden. Mit einem ausgewachsenen Chinook-Helikopter werden die geschlagenen Stämme ins Tal an den See befördert. Dort werden sie zu riesigen Flößen zusammengebunden und mit Schleppern den Fraser River hinab ins Sägewerk nach Vancouver bugsiert.
Die Wegstrecke am See entlang wird derweil immer schlechter, Dag hat Mühe, den vergleichsweise kurzbeinigen Freelander über Auswaschungen zu zirkeln. Und dann, „in the middle of nowhere“, wo man eigentlich schon mit den meisten SUVs Probleme bekommt, steht ein Camper mit seinem Suzuki Swift und angelt. Hut ab.
Zwischenstopp an einer Bucht. Wir sind nicht die einzigen hier. Um uns herum stehen überall Geländewagen mit Zelten oder Campingaufbauten. Und alle wundern sich über die „crazy Germans“ mit ihren „fancy cars“. Doch wir bekommen Verstärkung: Mit einer Gruppe seiner Kundenkommt der Land-Rover-Händler aus Richmond zu Besuch. Er bietet solche Offroad-Touren regelmäßig an, für viel ist es die erste Fahrt ins Gelände. Nach einem gemeinsamen Snack und Erfahrungsaustausch geht es in entgegengesetzte Richtungen weiter.

Die Brücken am FlussJetzt wird es haarig. Der Küchen-Disco fährt voraus, dann kommt Dag. Und bleibt gleich an der ersten Steigung hängen Der Boden besteht aus feinem Sand und großen lockeren Steinen. Die Traktionskontrolle des Freelander ist hier machtlos, wir müssen schieben. Im dritten Anlauf klappt es endlich.
Wir preschen im Range Rover hinterher. „Gaaas!!!“ Steine fliegen, die Fuhre schleudert hin und her. Jetzt bloß nicht stehen bleiben! Wir erreichen eine sichere Stelle und dürfen aussteigen – Dag hängt schon wieder.
Der Freelander kippelt auf zwei Rädern über einem Graben, die Traktionskontrolle ist völlig überfordert und das Automatikgetriebe wird langsam heiß. Eigentlich ein Wunder, dass wir so weit gekommen sind. Zugetraut hätten wir dem Freelander das nicht. Mit vereinten Kräften wird der „Kleine“ über den Engpass gewuchtet. Der Range schlägt sich deutlich souveräner, muss mit seiner Größe aber ziemlich gezirkelt werden. Mit-Organisator Hans-Hermann weist ein, Paul schiebt die Felsbrocken aus dem Weg. Vorwärts, rückwärts, wieder vorwärts und irgendwann ist die Stelle passiert. Allgemeines Schulterklopfen.
Da kommt der Funkspruch von vorausfahrenden Stefan: Es wird noch schlimmer. Der Disco hat die Strecke gerade so bewältigt, die beiden Range könnten es auch noch packen, aber das Risiko, beim Freelander kapitalen Schaden anzurichten, ist einfach zu hoch. Einige Felsbrocken haben bereits ihre Eindrücke im Schweller hinterlassen. Nicht auszudenken, würde man dort Reisegäste hinauftreiben. Also kehren wir um. „Ja, ja, it’s prescout!“
Unten am See fragt uns einer der Camper, ob der Weg passierbar sei. Mit Blick auf seinen betagten Chevy Blazer mit Aufsatzkabine winken wir ab: „Too dangerous!“ „Well, I’ll give it a try.“ Diese Antwort wundert uns nicht, Er hat ein überdimensionales Messer am Gürtel hängen, seine Kumpane fuchteln im Hintergrund mit einer Schrotflinte herum.
Für uns ist das Abenteuer dagegen schon fast vorbei. Nach ein paar Meilen sind wir raus aus dem Wald und wieder zurück in der so genannten Zivilisation.
Vancouveror dem Hotel in Vancouver sorgen wir noch einmal für Aufsehen, als wir mit den fünf völlig verdreckten Autos und staubigen Klamotten zwischen aufgeputzten Teenies und glänzenden Limousinen auftauchen. Es ist Prom Night, Schulabschlussball.
Die nächste Überraschung wartet im Hotelzimmer: Da steht mein Koffer mit all den Sachen, ohne die ich in den letzten Tagen doch ganz gut ausgekommen bin.

18
Nov

Irgendwas ist immer…

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Den allgemeinen Konsens, ein neueres Auto wäre ein Garant für sorgenfreieres Leben, hatte ich schon vor Jahren berechtigten Zweifeln anheimfallen lassen.

Natürlich, auf der Komfortseite hat sich einiges getan. Wo ich früher einen rauhen, lauten (immerhin) Turbodiesel per Handschaltung befehligte, beim Radio die Wahl zwischen Rauschen und Welle Nord hatte, die Lüftung mir jedesmal undefinierbare Krümel ins Gesicht blies und die Mechanik alle 7500 Kilometer nach neuem Öl und Filter rief, da sitze ich heute klimaautomatisiert, wähle nach Belieben aus einer dynamisch aktualisierten Senderliste, lasse die computergesteuerte Automatik den korrekten Gang wählen und wenn neues Öl fällig sein sollte, meldet sich das Fahrzeug tatsächlich selbst.

Ich wäre der letzte, der sich über solche hilfreichen Handreichungen beschwert, dennoch ziehe ich mittlerweile die Erkenntnis, dass diese Vorteile mit Demut erkauft werden müssen.

Demut darüber, dass ich hilflos aufgeschmissen bin, wenn die Klimaautomatik den Dienst verweigert, weil man a) einem bockigen Computer nicht einfach einen trockenen Klaps verpassen kann und b) zum hypothetischen Klapsen erstmal durch Schichten und Aberschichten von Abdeckungen und Dämmmaterial wühlen muss.

Demut darüber, dass eine dynamische Senderliste nur mehr Möglichkeiten bietet, denselben glattgelutschten Formatmist auf mehreren Sendern erdulden zu müssen.

Demut darüber, dass seltenere Servicetermine zwar oberflächlich Geld sparen könnten (es werden schließlich weniger Öl und Filter benötigt), diese Einsparung aber für teurere Materialien und mehr Arbeitswerte aufgefressen wird, weil sich die Mechaniker auch erstmal durch Schichten und Aberschichten von Abdeckungen und Dämmmaterial wühlen müssen.

Der Demut der kapriziösen Kraftübertragung versuche ich gerade, aus dem Weg zu gehen. Da muss ich jetzt etwas ausholen: In einem Technologietransfer hat BMW in den 90er Jahren Dieselmotoren bei GM (sprich Opel) gegen Automatikgetriebe getauscht. So kam es, dass es das Paket BMW-Diesel mit GM-Automatik nicht nur im 5er, sondern auch im Opel Omega gab. Soweit, so gut. Der Knackpunkt kommt jetzt: Während GM der eigenen Automatik definierte Wartungsintervalle verpasste, bei denen Öl und Filter zu wechseln sind, ersann man bei BMW das Konzept der Lebenszeitfüllung. Man nimmt also ein Getriebe eines anderen Herstellers, packt (zumindest zu Anfang) ein anderes Öl rein und sagt dem Kunden (und der Werkstatt), dass da künftig die Finger von zu lassen sind.

Der Kunde macht damit auf lange Sicht die Erfahrung, dass dies nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Gerade mit den knackigen Drehmomenten der großen Diesel zerreibt sich das Öl dann doch irgendwann, worauf das Getriebe erst mit leichten Bockigkeiten und letzten Endes mit Ausfall reagiert. Und dann wird’s richtig teuer.

An dieser Stelle kommt der alerte Kunde (und anpassungsfähige Werkstätten) ins Spiel. Mal eben über den Zaun gespäht und festgestellt, dass man sehr wohl das Öl und den Filter wechseln kann – und auch sollte. (Interessant an dieser Stelle, dass auch BMW den Filter samt notwendigen Dichtungen auf Lager hat.)
Erschwert wird das Ganze dadurch, dass man heutzutage bei Automatikgetrieben gerne mal den Ölpeilstab weglässt, weil der unwissende Kunde da zum einen meist Mist misst und zum anderen auch jede Menge Dreck einbringen kann. Dem verantwortungsbewussten Kunden nimmt man damit allerdings auch die Möglichkeit, den Füllstand des Getriebes ohne Werkstattausstattung zu prüfen und zu korrigieren.

Zum Prüfen muss man jetzt nämlich bei laufendem Motor alle Gänge durchschalten und eine Kontrollschraube öffnen, aus der dann ATF austreten muss. Heißt also: Bühne (oder Grube), Auffangmöglichkeit und Pumpe/Spritze, mit der man den (teuren) Schmodder sauber ins Getriebe reinjaucht, während alles wieder rausläuft sowie eine dritte Hand, die dabei dann noch schnell die Schraube wieder reindreht. Ach ja, das Getriebe darf dabei eine Temperatur zwischen 30° und 50° C haben, alles andere verfälscht das Ergebnis. Und die Unterbodenverkleidung muss auch runter…

Und das war nur das Prüfen. Das Wechseln wird (dank fehlender Ablassschraube für den Wandler) noch diffiziler. Aber dazu kommen wir wahrscheinlich in den nächsten Monaten.

Am Ende ist man auf jeden Fall ölgeduscht, stinkt nach ATF (ungefähr schimmliger Himbeersaft) und hat festgestellt, dass der defekte Ausgangswellendichtring gar nicht soviel Öl hat austreten lassen, um die Sauerei zu rechtfertigen.
Wenigstens habe ich bei der Gelegenheit auch noch die Kurbelgehäuseentlüftung von Filtervlies (siehe schwarze Masse) auf Zyklonabscheider umgerüstet. Damit sollten die Rußexzesse beim Kickdown etwas geringer ausfallen.

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Weitere Erkenntnisse: der Fahrschemel vorne ist ziemlich schusssicher, aber auch grobschlächtig aus Vierkantrohren zusammengebraten. Das macht mir jetzt schon Angst für die anstehende Fahrwerksrevision. Man kommt nämlich auch nirgendwo mit Händen oder Werkzeug dran.

12
Sep

München ’95 revisited…

Folgendes Dokument wurde mir auf verschlungenen Pfaden zugespielt. Es beschreibt offensichtlich die Studienfahrt einer Schulklasse nach München. Die Namen wurden zum Schutz der Personen geändert.

Sonntag, 13. August

Ankunft.
Erste Maulereien über Wohnungsqualität.
Mutmaßungen über die Herkunft des Namens “Pullach”
Ekliges Fleisch mit weichen Kartoffeln.
Abends endlose Biergartensuche mit endlichem Erfolg – die ersten Gläser.
Nachts kleine Streitereien übers Einschlafen.

Montag, 14. August

Normales Frühstück.
Dt. Museum + Stadtrallye:
Abends erste Streitereien über Beispielaufzählungen und sture Prinzipien mit Handgreiflichkeiten seitens Arnold.
Danach sinnlose Saufgelage im Mädchenzimmer und Singabend um Pullach.

Dienstag, 15. August

Depressive Aufwachphase (Alles Scheiße).
Erneut mittelmäßiges Frühstück.
Irrfahrt ins langweilige Ägyptische Museum.
Dann Odyssee in den Englischen Garten, alles mit Tina und Maria.
Abends Sport und Spaß mit Warten auf Norman und Rudolf.
Scheißessen mit Hühnerherz und zuwenig Pommes.
Tina kommt auf unser Zimmer.
Der “Deception”-Vorfall ereignet sich.
Kegelabend – Arnold klinkt aus, mit depressiven Ausfällen und Morddrohungen.
Banges Warten, während der Rest im Biergarten Gläser klaut.

Arnold zieht wortlos aus.
Allgemeine Akzeptanz.
Star Trek-Diskussionen.

Mittwoch, 16. August

Gutes Frühstück mit gegenseitiger Ignoranz.
Tagesbesprechung, Aufteilung der Gruppen.
Deutsches Museum (Arnold schießt mit wilden Blicken um sich).
Es regnet. Es hört auf. Arnold geht allein los.
Einstündiges Umherirren im DM. Stimmung auf Tiefpunkt. Es gibt tatsächlich Abteilungen, die wir noch nicht kennen. Norman hat einen Kater. Wir sind müde. Rainer macht Flaschenmusik. Die Stimmung hebt sich.
Wir entdecken die Faszination an Luftschiffen.
“The Golden Age of Ballooning”
Wir sitzen wieder mal auf einer Bank und singen Dixielandsongs.
Nach einer interessanten Planetariumsvorführung (Arnold ignoriert mich noch) verstreuen wir uns in alle Himmelsrichtungen. Wir folgen dem Vorschlag von Rainer und verirren uns heillos, jedoch Panik tritt erst ein, als wir offensichtlich im Schwulenviertel landen.
Nach einer Stunde entkommen wir dem Straßenwirrwarr und streiten uns zwischen Pizza Hut und McDonald’s.
Rückkehr nach Pullach.
Wir legen uns gestresst zur Ruhe.
Blankenheim taucht auf, faselt von Arbeit und wirft uns vor, nix zu tun.
Wir qualifizieren uns durch LEGO-Kataloge lesen und faule Haltung.
Anarchie kommt auf.
Essen ist erträglich.
Wieder Langeweile. Das Wetter wird trotz gegenläufiger Prognosen immer schlimmer.
Colaautomaten sind lustig. Telefonzellen stinken.
Rudolf dreht durch und bedroht uns mit zwei Wasserpistolen.
Estelle ist an Bord. Im Laufe einer Wasserschlacht schlägt sie mir die Lippe blutig.
“Die Fetzen machen einen ganz wuschig” O-Ton Tina

Donnerstag, 17. August

Heute Nacht Ratten gehört.
Normales Frühstück.
Nach der S-Bahnfahrt verlaufen wir uns erst einmal für eine halbe Stunde. Der restliche Weg dauert dann auch noch mal eine 3/4 Stunde.
Bavaria Studios
Führung mit Führer ohne Ahnung.
Dann Showscan-Kino. Faszinierend.
Blankenheim zwingt uns zur FWU.
Dort ziehen wir uns ein paar Splatterfilme rein (Schwangerschaft + Geburt, Hühnerfleischproduktion).
Wir nehmen die gewohnte “Leck mich”-Haltung an.
Moderiert wird der ganze Spaß von einem nervösen Langweiler.
Dann sehen wir einen Film, in dem alle Personen mit der Stimme von Clint Eastwood sprechen.
Dann Abstecher in die Stadt, Wasserpistolen kaufen.
Heimkehr zu prophezeiten Pfannkuchen.
Sofortige Weiterfahrt in die Snap-Lasershow.
Interessant und faszinierend.
Rückkehr nach Pullach. Wir essen Eis und gehen in den Biergarten. Dort treffen wir Andreas Herzog. Mit einigen Gläsern im Schlepptau wanken wir brüllend zurück. Dort wird Norman Opfer einer Wasserpistolenverschwörung.

Freitag, 18. August

Die Duschen sind kalt.
Nach Frühstück Dt. Museum.
Nach dem Dreh der Reserveaufnahmen hetzten wir einkaufenderweise durch München. Beim Zigarrenkauf malen wir uns spaßige Situationen aus.
Bei Dallmayr putzt Rainer die Platte und ein Japaner fotografiert Pralinen. In atemberaubender Zeit fahren wir zum Stachus, finden jedoch keinen Comicladen.
Dann Weiterflug nach Schleißheim, Flugwerft angucken. Hochinteressant. Wir prügeln uns um eine Sitzprobe in einem Cockpit.
Die ersten Blasen am Fuß (Rocky Horror Show nachtrg.)
Abends gehen wir wieder in den Biergarten.
Den Rückweg gehen wir doppelt, da Singen soviel Spaß macht. Ein paar Gläser kommen auch mit.
Zuhause der Schock: die Hälfte der Maßkrüge, zwei Wasserpistolen und mein T-Shirt sind weg.
Wir können es uns nicht erklären.

Samstag, 19. August

Wir duschen warm – im Neubau.
Dann schlingen wir das Frühstück in uns hinein – wir sind unter Zeitdruck.
In unserer Wahnvorstellung verschwinden immer wieder essentielle Dinge und tauchen wieder auf.
Wir fahren zur Zugspitze. Im Zug muss ich mir einen Platz mit Estelle und Rudolf teilen, da eine profilsüchtige ältere Dame mir meinen weggenommen hat.
Zugspitze ist überwältigend, nachdem wir erst einmal Norman und Rainer einfangen mussten. Wir setzen bei wagemutigen Kletteraktionen unser Leben aufs Spiel. Ich war wahrscheinlich der höchsten Mensch Deutschlands.
Auf der Rückfahrt haben wir mehr Platz im Zug.
Zuhause der nächste Schock: Der Charmeur zieht zu uns.
Leicht demotiviert, da Tina und Maria nicht mitkommen, gehen wir in zum Biergarten. Miese Stimmung.
Ohne Gläser und ohne Lieder gehen wir zurück.
In der Jugendherberge will man uns nicht schlafen lassen – ständig platzt jemand ins Zimmer.

Sonntag. 20. August

Erste Abfahrtstimmung kommt auf.
Vormittag zur freien Verfügung.
Wir gehen zum Olympiapark, setzen uns auf eine Bank und fahren wieder weg.
Dank Ferdys Rat umrunden wir den halben Englischen Garten, bevor wir uns in einem Biergarten niederlassen. Nach teuren, schlechten Pommes und einem Franziskaner laufen wir singenderweise zur U-Bahn und fahren zum Odeonsplatz, wo wir uns für 1 Stunde hinsetzen.
Danach entführen uns Eckhorst und Blankenheim ins SiemensForum, wo uns ein stinklangweiliger Führer zu wahren Lachstürmen hinreißt.
Danach Heimweg. Lustiges Grillen mit zuwenig Fleisch.
Eisessen, dann Biergarten.
Maria kommt das erste Mal mit.
Rainer und ich stellen neue Rekorde im Maßtrinken auf. Fröhlich und singend torkeln wir zur Jugendherberge.

Montag, 21. August

Wahnsinns Geburtstagsstimmung.
Die größte Freude macht die bevorstehende Abfahrt.
Arnold blamiert sich völlig, als er unwissentlich Blankenheim in Anwesenheit nachäfft.
Wir machen uns auf den langen beschwerlichen Weg zur S-Bahn. Am HBF schließen wir die Koffer ein und setzten usn für längere Zeit zu Burger King. Dann Shopping bei Hertie. Die Mädchen gehen ins Kino. Wir setzen uns nach anfänglichen Streitereien in einen anderen Burger King und ziehen uns das kranke Cartoon Network rein. Noch 5 1/2 Stunden.
Das Jübek-Syndrom tritt auf.
Wir haben das erste Mal Saturn gespielt und sind fasziniert.

17
Aug

About time…

99.299 ... Zeit für eine kleine Aufarbeitung ...

Mittlerweile nenne ich die 2V-BMW schon 16 Jahre mein Eigen. In dieser Zeit habe ich schon einiges an Geld, Schweiß und Teilen in den Eimer investiert, aber trotz allem will ich sie nicht missen.

In den letzten 4 Jahren bin ich allerdings extremst wenig zum Fahren gekommen. Erst wegen des Umzugs nach Waiblingen und dann ging die Ärgerei mit den kleinen und großen Maleschen los. Erst ständig entladene Batterie wegen eines defekten Lichtrelais. Als dies behoben war, kam ich auf die beknackte Idee, wegen der klappernden Ventile einteilige Kipphebelböcke zu montieren. An sich kein große Sache, dann kamen mir jedoch die Stehbolzen entgegen.

Kaum war diese Sache aus der Welt geschafft, fing die Ölablassschraube an zu tropfen. Der Isolator zwischen Schraube und Temperatursensor hat offensichtlich einen Haarriss.

Den Rest des Sommers habe ich dann aus allgemein bekannten Gründen Jens’ R 1100 GS bewegt. Diese Verschnaufpause für die 2V-GS hatte ich mir deshalb für eine etwas gründlichere Überarbeitung vorgenommen. Vergaserdichtsätze, Membranen und Federn besorgt (und prompt in den Umzugskartons verlegt), Vergaser abgebaut und zerlegt … dann wieder Pause wegen Umzug …

Jetzt sind die Vergaser aus dem Ultraschallbad zurück, Kleinteile sind bestellt und der Tacho geht zur Aufbereitung (Nadel zuckt). Danach noch TÜVen und hoffentlich noch ein paar Kilometer dieses Jahr fahren.

Für nächstes Jahr kommen dann etwas größere Aufgaben. So sollen die Köpfe überholt werden (und dabei gleich ein zweites Kerzenloch für eine spätere Doppel-/Digitalzündung bekommen) und wenn man eh schon in den Motor eingreift, dann können auch die Pleuellager und Kolbenringe neu. Und dann ist es auch kein Hexenwerk mehr, Pleuel und Kolben gewichtsmäßig anzugleichen. Ma gucken, was mir noch einfällt

27
Jul

Zzzzapp…

Die folgenden Screenshots lasse ich hier einfach mal halbwegs unkommentiert stehen:

Oookay … ein “Hautfarbensensor” …

Jetzt wird es langsam etwas unsensibel …

Man könnte meinen, es handele sich hier um einen Einlass-Scanner für eine durchschnittliche Groß-Disco …
Die inhärente Wertung macht es besonders bizarr … ab wann bitte ist man zu dunkel?

Mal abgesehen von den merkwürdigen Formulierungen könnte das Ding eigentlich sonst ganz spaßig werden – wenn es nicht auch noch so teuer wäre. Entsprechend angemalt, als Phaser zu einer Star Trek-Convention mitgeschleppt – und schon könnte man heimlich Leute in Captain Picard verwandeln …

Bonbon obendrauf: Ein offensichtlicher Ausschnitt aus dem neuesten Kannibalenkochbuch;

27
Jun

Zeichentrick ist doch für Kinder …

Wenn wirklich nichts anderes zu finden ist, greift man in der Not auch mal zu einer herumliegenden Frauenzeitschrift mit einem austauschbaren Namen…Laura? Lisa? Ludmilla? Lars?

Oh, eine Kinoseite…was uns dort wohl erwartet?

Schon der Text zu “The Dark Knight Rises” zeugt von Kompetenz und Konsequenz. “Düster, ernst, hoch spannend: So haben Sie Batman noch nie gesehen!” Ähm, doch…zwei Mal mindestens schon, denn wie im nächsten Satz steht, spielt Christian Bale “den nachdenklichen Helden auch im dritten Teil der ‘Dark Knight’-Reihe”.

Aber der Gipfel der fröhlich-naiven Dummlaberei ist (wie so oft – “…und wieder mit dabei: Walt Disneys quirlige Zeichentrickfiguren”) der Artikel über (den unfassbar idiotisch benamsten) “Merida – Legende der Highlands” (der im Original schlicht und einfach “Brave” heißt):
“Kein Jahr ohne niedliches Pixar-Abenteuer …”
Diese unendliche Ignoranz gegenüber dem Animationsfilm glaubte ich mittlerweile überholt. Und wenn man sich das Pixar-Oeuvre vor Augen führt, sind “The Incredibles” oder “Cars” eigentlich nicht sonderlich niedlich und auch “Toy Story III” ist stellenweise eine knallharte Abrechnung mit dem Erwachsenwerden.

Aber gerade die deutsche Öffentlichkeit ist irgendwann stehengeblieben, als “Zeichentrick” nur für Kinder war. Kleiner Tipp: einfach mal “Iron Giant” schauen…oder, um in der Familie zu bleiben, Disneys “Atlantis”…

PS: der daneben stehende Artikel zu “Ice Age 4” kam nicht ohne den Hinweis aus, dass Otto Waalkes Sid spricht …

30
Apr

Wir waren Monster…

Umzugsbedingt sind wir hier mal wieder mächtig am Räumen. Beim Ausdünnen des Krams-Schranks im Arbeitszimmer bin ich dann doch glatt über einen Biologie-Test aus dem Jahr 1993 gestolpert … und habe mich ein weiteres Mal über mich selbst gewundert, auf welch wirre Ideen man doch gelegentlich so kommt.

Biologie-Test 1993 I

Unser damaliger Lehrer war sehr versessen darauf, einen ausreichenden Rand zum korrigieren zu haben. Ich habe ihm seinen Wunsch gerne erfüllt

Biologie-Test 1993 II

Klar, auch die Rückseite brauchte einen Rand

Biologie-Test 1993 III

"W.B." steht hier übrigens tatsächlich für "Weiße Blutkörperchen"

Biologie-Test 1993 IV

Thema der Frage war in diesem Fall der Lungen-Blutkreislauf. Die "andere Geschichte" wäre somit der Körper-Blutkreislauf gewesen

18
Aug

Things I hate (and sometimes: why)

Radio-Moderatoren (und zwar für ihren ostentativen Frohsinn und die nervige Angewohnheit, Informationen als “News” zu verkaufen, die ein halbwegs gebildeter Schimpanse schon vor einer halben Woche im Netz hätte lesen können. Um diesen Umstand zu betonen, befleißigen sich die akustischen Grinsekasper in der Regel des kleinen Abtönungspartikels “ja”, wie z. B. in “Gérard Depardieu hat ja in ein Flugzeug gepinkelt”)

10
May

Fleischfressende Pferde…

Es ist doch leicht verwirrend, wenn ein Pferd den Namen Diomedes trägt. Jener Diomedes (bzw. einer von den diversen, die die griechische Mythologie kennt), Sohn des Kriegsgottes Ares, stach besonders dadurch hervor, dass er vier Pferde (soweit noch ganz in Ordnung) sein Eigen nannte. Interessantes Feature dieser “Rosse des Diomedes” war der Speiseplan, nährten sich diese vier doch von Menschenfleisch. Und jetzt der Knackpunkt: Laut einer der vielen Herakles-Sagen löste Herakles nämlich seine 8. Aufgabe, indem er den guten Diomedes seinen eigenen Pferden zum Frühstück auftischte. Also wirklich ein etwas ungewöhnlicher Name für ein Pferd…

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Knabbern wollte er aber dann doch nicht…das Gras war da viel interessanter und schmackhafter.

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Diomedes wird hier wahrscheinlich noch einmal auftauchen, dann soll es auch etwas mehr Action geben.

10
Apr

Warum nicht auch mal Eintopf…

Never change a running system. Wie sehr hat sich dieser Satz hier wieder als wahr erwiesen. Da die BMW zum Einstieg in die Saison gar fürchterbar mit dem Ventiltrieb geklappert hat und ich vorher eh schon im Affekt einen Satz einteilige Kipphebelböcke erworben hatte, hielt ich es vor zwei Wochen für eine gute Idee, frisch ans Werk zu gehen. Ein ausreichend feinfühliger Drehmomentschlüssel für die sensiblen Stehbolzen war rasch gefunden.

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Abgesehen von der öligen Sauerei lief auch soweit alles gut. Kipphebel vorsichtig in die Böcke eingeführt, die Nadellager dabei nicht auf dem Boden verteilt und folgend das Axialspiel mit den Distanzscheiben ausgeglichen. Doch beim Anziehen der Muttern , die die Böcke auf den Stehbolzen halten, ist es dann passiert: Bei eigentlich sanften 25 Nm kam mir gleich der erste Stehbolzen entgegen. Groooßartig. Es hat mich arge Beherrschung gekostet, nicht irgendwas mit Schmackes an die Wand oder ins Moped zu schmeißen.

Ventilsteuerung in Einzelteilen

Da der Bolzen nun auch soweit herausstand, dass der Ventildeckel nicht mehr draufging, konnte ich eine vorsichtige Fahrt zum nächstliegenden Spezialisten auch vergessen. Rumgemailt, rumtelefoniert. Siebenrock macht es wohl ordentlich, kann aber nicht abholen. Zum Glück bot eine Kollegin ihr Auto samt Freund und Anhängerkupplung an, noch fix einen Anhänger bei Obi reserviert und nun könnte es theoretisch losgehen.

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Um Geld und Zeit zu sparen, habe ich nun schon mal die ganze Vorarbeit geleistet: Stehbolzen raus, Zylinder gezogen (Kolben kann nach Entfernung des Kolbenbolzens drinbleiben). Und dabei auch gleich die Ursache fürs Malheur gefunden: Der Vorbesitzer hatte anscheinend schon einmal an derselben Baustelle herumgefuhrwerkt und seine grobschlächtigen Spuren mit einem Helicoil-Einsatz vertuscht. Hoffentlich ist nun noch genug Futter für eine TimeSert-Buchse, sonst habe ich da einen schönen Haufen Kernschrott herumstehen.

Der Übeltäter